Taschenspielertricks der Klimaerwärmungskritiker
Der Verstand und das Verstehen

Der Verstand ist in der Philosophie das Vermögen, Begriffe zu bilden und diese zu Urteilen zu verbinden. Die heutige Verwendung des Begriffes wurde maßgeblich von Immanuel Kant geprägt, der dem Verstand häufig die Vernunft gegenüberstellt, ihn aber auch von der Wahrnehmung unterscheidet.
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  • Der Verstand ist in der Philosophie das Vermögen, Begriffe zu bilden und diese zu Urteilen zu verbinden. Die heutige Verwendung des Begriffes wurde maßgeblich von Immanuel Kant geprägt, der dem Verstand häufig die Vernunft gegenüberstellt, ihn aber auch von der Wahrnehmung unterscheidet.
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Irgendwie verstehe ich das nicht – obwohl ich mich bei klarem Verstand wähne.

Wird mir jedenfalls (noch) permanent bestätigt.Aber so mancher wird nach der Lektüre dieser Zeilen mit an Sicherheit grenzender verstandesmäßig abgesicherter Sicherheit - gelinde ausgedrückt - das Gegenteil behaupten.
Worum geht’s ?
Im Gocher Wochenblatt wird eine Leserzuschrift zum Thema Klimawandel veröffentlicht, zu der der Chefredakteur Franz Geib seine persönliche Meinung äußert.
In diesem Leserbrief (im folgenden als „Erstschreib“ tituliert) wird u.a. der vom überwiegenden Teil der sich damit beschäftigenden Wissenschaftler eindeutig identifizierte menschengemachte Klimawandel u.a. mit der Behauptung negiert, aufgrund einer durch eine Veränderung der tief in der Sonne anzutreffenden physikalischen Gegebenheiten würde diese bis 2050 deutlich kälter, und somit hätte sich die Diskussion um den Klimawandel erübrigt. Es wird von Sinuskurven und dem Stefan-Boltzmann - Gesetz fabuliert und in den dazu nachzulesenden „Berichten“ mit teilweise absurd verdrehten wissenschaftlichen Erkenntnissen eigentlich die gesamte seriöse wissen-schaftliche Welt verteufelt und der wissentlichen Lüge bezichtigt. Aus diesem Argumentations-schatz bedient sich übrigens auch die AfD zwecks Negierung des Themas menschengemachter Klimawandel.
Wer sich unter Zuhilfenahme wissenschaftlich haltbarer und seriöser Regeln wissenschaftlichen Arbeitens ein Bild vom Zustand der Erde verschafft und als Nichtwissenschaftler auf diese Informationsquellen zurück greift, kann sehr schnell den ruinösen Zustand unseres Planeten erkennen. Siehe auch der hier eingefügte Bericht

Franz Geib hat in seinem Kommentar auf weitere Äußerungen im Erstschreib hingewiesen, die aufgrund der Länge und auch der wohl etwas seltsam anmutenden Inhalte nicht abzubilden waren. Und er hat aus allem ihm vorliegenden Material eine rhetorische Frage erstellt, wer denn hier wohl etwas nicht verstanden habe.

Das nun wiederum nimmt ein weiterer Leser ( im folgenden Zweitschreib genannt) zum Anlass, zum Erstschreib und Redakteur im Besonderen und zur Situation der Medien im allgemeinen den Versuch einer Versachlichung zu unternehmen.
Dem Zweitschreib im GW vom 13.7.2019 ist demnach zu entnehmen, dass „rund 85 % der deutschen Politiker und 95 % er deutschen Journalisten nichts verstanden (haben), das sie von der Atmosphärenphysik so viel verstehen wie, sagen wir mal, Claudia Roth oder Herr Özdemir!“
Hier wird ergo mit einer wunschsachlichen Prozentuierungsschätzung dem überwiegenden Teil der Journalisten und Politiker geistige Unterbelichtung bescheinigt.
Als wie aberwitzig, arrogant und unsachlich ist dieses Zweitschreib denn dann einzuordnen?
Haben wir es tatsächlich bei diesem Bevölkerungsteil nur mit hilfsschulmäßig bildungsfern abgehängten Wissenszombies zu tun ? Sind tatsächlich nur 15 % der Politiker und 5 % der Journalisten in Deutschland in der Lage, sich durch Wissenschaftsthemen hindurch zu arbeiten und diese zu verstehen ?
Wobei ich zu bedenken geben möchte, dass von den übrig bleibenden 15 % der Politiker sich wohl mehr als 50 % in rechtsradikalen und national(sozialistisch) ausgeprägten Gefilden tummeln. Und bei den Journalisten sieht das Bild m.E. ähnlich aus.
Nur dass diese 5%/15% sich überwiegend nicht an wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse halten, sondern fakes, Verschwörungstheorien oder Lügen nutzen und verbreiten !
Sie können natürlich auch noch anders, perfider. Sie nutzen pseudowissenschaftliche Untersuchungen oder zitieren angebliche Koryphäen auf dem Gebiet der z.B. Klimaforschung, deren Ruf – gelinde gesagt – sehr umstritten ist, die schon lange emeritiert sind oder sich einen zweifelhaften Namen „erarbeitet“ haben. Auch das ist hiernachzulesen. Ebenfalls eine immer wiederkehrende Masche präsentiert sich mit der Rückschau in vergangene Forschungen, deren Ansätze mit heutigen Wissenschaftsmethoden anders zu interpretieren wären oder mit ganz anderen Ergebnissen aufwarten könnten. Aber es ist ja so einfach (und schön populistisch), sich nicht um den Fortschritt der Wissenschaft zu kümmern, denn diese ist ja in toto politisch sowieso verkehrt gepolt. Das träfe dann doch aber auch auf die Vergangenheit zu ? Ein kleines Beispiel aus dieser Liga der Falschspieler sei aus einem Spiegel – Artikel zu Revision der Eiszeit – Diskussion der 70er Jahre erwähnt!

Herr Geib hat in seinem kurzen Kommentar klar zu verstehen gegeben, was er von dem Erstschreib hält und mit diesem Kommentar zur Diskussion und zum Nachdenken aufgerufen. Eine ureigene Handlungsbefähigung eines guten Journalisten übrigens.

Und nun kommt der Hammer : die Abrechnung mit der Medienlandschaft im allgemeinen in dem Zweitschreib, natürlich und selbstverständlich auf der zuvor verlangten „sachlichen“ Ebene.

Also, „Anstatt dem Staatsapparat auf die Finger zu schauen, ist der Mainstream von Funk und Presse zu ausgesprochen staatsnahen Sprachrohren verkommen...“
Woher ist mir denn nur diese Erkenntnis einer „sachlichen“ Auseinandersetzung mit der deutschen Presse bekannt ??? Ruinös ? Pegidös ?
Und wenn ich mir so die Medienlandschaft anschaue – Spiegel, Zeit; FAZ. RP, SZ, NZZ, Welt, taz,
Funke, Madsack, DPA, ARD, ZDF, n-tv, Phönix, Panorama, Fakt, Report, Kabarett (Die Anstalt), - um nur einige Beispiele zu nennen – muss ich tatsächlich erkennen, dass überall gleichgeschaltete fakes und regierungsfreundliche news zu erkennen sind, dass nur positiv über unsere Politiker wie Seehofer, Scheuer, Altmeier, Nahles, Lindner, Steinmeier, usw.berichtet wird und alles bei uns Friede Freude Eierkuchen ist. Es gibt keine Probleme, alles läuft wie am Schnürchen –

ohhh, jetzt müßte ich aber eigentlich selbst an meinem Verstand zweifeln...

Autor:

Lothar Dierkes aus Goch

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