*Eine Rückschau: "Picasso - Das Portrait und Fotoportrait"*

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Foto: Kunstmuseum Pablo Picasso
 
Picasso: Dora Maar
"Wissen Sie, was mir durch den Kopf gegangen ist, als ich mich unausgeschlafen mit wirren Haaren im Spiegel sah? Ich habe bedauert, dass ich kein Fotograf bin! Wie die anderen einen sehen und wie man sich selbst in bestimmten Augenblicken sieht, das ist etwas ganz Verschiedenes ...“ Pablo Picasso

So soll er sich einmal geäußert haben. In der heutigen Zeit der digitalen Welt mag das sicher auch ungewöhnlich erscheinen, aber dennoch ist die Auseinandersetzung mit dem Selbst- und Fremdbild in unterschiedlicher Form aktuell.

Wie Ich Dich sehe ...
Am 21. Mai 2017 ging die Ausstellung "Picasso - Die Kunst des Portraits und Im Fokus - Picasso im Fotoportrait" im Kunstmuseum Pablo Picasso zu Ende. Sie war nicht nur für Fotograf/innen reizvoll und spannend. Der Fokus der Thematik lag auf dem Menschen: Wie nehmen Personen sich selbst wahr, wie wirkt jemand auf andere, was für ein Foto/Bild entsteht oder auch, was kann sich ändern je nach unterschiedlicher Perspektive?

Wie siehst Du Dich ...
Zahlreiche Portraits lieferten Hintergründe darüber wie sie entstanden sind. Einerseits solche Werke Picassos, die er nach fotografischer Vorlage künstlerisch umsetzte und weiterentwickelte, andererseits aber auch Fotoportraits auch seinem Leben privat und bei der Arbeit. Portraitserien waren zu sehen, die er durch Kreativität veränderte oder auf das Einfachste reduzierte.
Picasso ließ sich von vielen Fotografen in der Öffentlichkeit aufnehmen. Einer von ihnen ist der Kriegsfotograf David Douglas Duncan. Mittlerweile ist er 101 Jahre alt und lebt in Südfrankreich. 1956 besuchte er Picasso spontan in Cannes, wobei das berühmte „Badewannen-Foto“ entstand. Zeitlebens waren sie engste Freunde.

Duncan soll einmal gesagt haben: „Es ist eigenartig, aber nach nach einem Tag mit ihm bin ich erschöpft. Es ist wahrscheinlich die dauernde Anspannung, in der man sich befindet, wenn man ihn mit bereit gestellter Kamera beobachtet und versucht dahinterzukommen, was den Künstler und den Menschen Picasso ausmacht.“ David Douglas Duncan

Duncan, der zunächst u.a. in Korea und Vietnam den Krieg dokumentierte, begann nun eine weitere Karriere als fotografischer Begleiter Picassos und seinen Spätwerken, indem er Fotoessays von ihm erstellte ("The Private World Of Picasso", "Adieu Picasso", "Viva Picasso", "Picasso und Jaqueline", "Picasso Und Lump").

Die vergangene Ausstellung bot neben einer große Auswahl an Bildern und deren Geschichte dahinter, Fotos, Filme, Gemälde und Lithografien zum Teil aus dem eigenen Bestand des Museums.

Dem Kunstmuseum Pablo Picasso ist eine äußerst sehenswerte Präsentation gelungen!

Julián and David Douglas Duncan:
https://www.youtube.com/watch?v=9AOxpsKNTXU

*Ein Interview mit David Douglas Duncan kurz vor senem 100. Geburtstag*
David Douglas Duncan & Pablo Picasso, interview Franck Leclerc, 21.11.2015:
https://www.youtube.com/watch?v=4e9zNrwNc2I

Pablo Picasso's Portraits of Women - Evolution of Picasso's Painting Masterpieces:
https://www.youtube.com/watch?v=0Y_rb-sFxR4


Fotos: David Douglas Duncan - Ein Geschenk an das Kunstmuseum Pablo Picasso in Münster
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