Exotische Haustiere: Ein Gecko kommt selten allein

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  Neugierig lugt ein bunter Gecko hinter einem Bambus hervor. Die Zunge schnellt ein paar Mal hervor, das Geschehen um ihn herum beobachtet er genau - und plötzlich ist das flinke Tier mit einem Satz ganz nah und schleckt Fruchtbrei vom Löffel.


Das sind keine Urlaubserlebnisse, sondern der alltägliche „Wahnsinn“ bei Familie Feldhaus aus Wetter. „Schon als Kind haben mich Reptilien fasziniert. Irgendwann ebbte das Interesse jedoch ab“, erzählt Thorsten Feldhaus. Bis zu einem Urlaub auf der griechischen Insel Rhodos. „Dort konnten meine Frau und ich heimische Echsen beobachten und die Faszination war wieder entfacht“, so der Wetteraner. Die erste Reaktion seiner Frau Elisabeth fiel da allerdings verhaltener aus: „Kann man sowas denn im Haus halten?“ Man kann!
Natürlich bedarf es einiger Vorbereitungen. Zunächst muss ein geeignetes Terrarium muss her. Auch der technische Aufwand, um den jeweiligen Pfleglingen die entsprechende Temperatur und Lichtausbeute garantieren zu können, ist nicht zu unterschätzen. „Da muss man erstmal was investieren“, gibt Thorsten Feldhaus zu bedenken.
Nachdem man sich im Hause Feldhaus dann ausgiebig informiert hatte, fiel die Wahl eines Terrarienbewohner schnell auf die Gattung Phelsuma. „Phelsumen sind tagaktive Geckos, die hauptsächlich auf Madagaskar, aber auch den Komoren und den Seychellen beheimatet sind“, erklärt der leidenschaftliche Terrarianer. Überzeugt haben diese Reptilien vor allem durch ihre Farbenpracht und ihr graziles Wesen. Da war es auch schnell um Ehefrau Elisabeth geschehen.
Die ersten „Untermieter“ wurden dann sogenannte Goldstaub-Taggeckos (Phelsuma laticauda), die ihre Pflegeeltern dann auch schnell mit Nachwuchs überraschten. „Das war so nicht geplant, aber die Freude und der Stolz waren natürlich groß“, errinnern sich Thorsten und Elisabeth Feldhaus an das Jahr 2004 zurück. Diese erste Nachzucht befindet sich noch immer im Besitz des Ehepaares.
Schnell folgten weitere Phelsumenarten, zu Spitzenzeiten neun unterschiedliche. Auch das Equipment wuchs so stetig. Mittlerweile haben die Nachzuchten, 40 an der Zahl, ein Zimmer für sich. Die Terrarien der Elterntiere zieren das Wohnzimmer. Und eine Zierde sind diese kleinen Biotope wirklich. „Wir achten auf eine möglichst naturnahe Gestaltung“, so Elisabeth Feldhaus. Das Einrichten bereitet ihr besonders viel Freude.
Dabei kann sich die junge Frau vor allem auf ihre Eindrücke aus dem Heimatland der Taggeckos stützen. Denn Madagaskar und die umliegenden Inseln haben die Wetteraner bereits mehrfach bereist, um ihr Hobby hautnah zu erleben. „Das Hobby Terraristik ist so vielseitig, wir können es mit unserer Reiseleidenschaft verbinden und meine Frau hat so auch das Fotografieren für sich entdeckt“, ist Thorsten Feldhaus begeistert.
Für die Urlaubsreisen findet sich auch immer eine Vertretung, die die Tiere zuhause versorgt. „Freunde und Familie haben eigentlich kein Problem mit den Tieren. Sie gelten allgemein eher als liebenswert. Und wenn man bestimmte Dinge in der Pflege beachtet, sind sie auch völlig unkompliziert.“ Zu diesen grundlegenden Dingen gehört vor allem eine abwechslungsreiche Ernährung, die zum größten Teil aus verschiedenen Insekten besteht, gerne aber auch mal Fruchtbrei oder Blütenpollen.
Wer mehr über Familie Feldhaus und ihre Phelsumen erfahren möchte, wird auf www.phelsuma-world.de fündig.
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