Geflügelpest breitet sich aus

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Aufgrund der neuen Geflügelpest-Fälle wurden die Beobachtungs- und Sperrgebiete ausgeweitet.

Am Geflügelvirus verendete Wildvögel in Wetter und Herdecke gefunden - Stallpflicht ausgeweitet und verlängert

Das Veterinäramt des Ennepe-Ruhr-Kreises meldet zwei weitere Fälle von H5N8. Erneut handelt es sich um Wildvögel, erneut wurden die Tiere im Bereich Herdecke/Wetter tot aufgefunden. Dieses Mal am Hengsteyseeufer in den Bereichen Naturdenkmal Sonnenstein und Koepchenwerk.
Der Nachweis des hochansteckenden Virus hat Folgen für die bereits bestehenden Beobachtungs- und Sperrgebiete in Herdecke und Wetter. Sie werden ausgeweitet und angepasst. Zurzeit gilt ein Transportverbot. Nach Auskunft des Veterinäramtes befinden sich aktuell sieben Bestände mit 103 Tieren in den Sperrbezirken. Im Beobachtungsgebiet sind es 35 Bestände mit 1.045 Tieren. Für die nächsten Wochen ist nach Einschätzung des Veterinäramtes mit weiteren H5N8 Nachweisen bei Wildvögeln zu rechnen. Hauptziel bleibe es, das Einschleppungsrisiko so gering wie möglich zu halten. Ansonsten bliebe wie zuletzt in den Kreisen Soest und Gütersloh nur das Töten der betroffenen Tiere.

Stallpflicht

Einen wichtigen Beitrag, um das zu verhindern, leistet die inzwischen in ganz Nordrhein-Westfalen geltende Stallpflicht für Hühner, Puten, Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Laufvögel, Wachteln, Enten und Gänse. „Alternativ zum geschlossenen Stall“, so der Hinweis des Veterinäramtes, „können sie in Volieren untergebracht werden. Diese müssen dann aber so gesichert sein, dass von oben keine Einträge von Vogelkot möglich sind und Wildvögel nicht eindringen können.“
Geflügelhalter, die ihre Tiere bislang nicht bei der Tierseuchenkasse gemeldet haben, werden aufgefordert, dies beim Veterinäramt nachzuholen. Aufgrund der allgemeinen Seuchenlage sind Geflügelausstellungen, Geflügelmärkte oder Veranstaltungen ähnlicher Art verboten. Außerdem gilt es, Hygieneregeln strikt einzuhalten.

Für Menschen ungefährlich

Bei aller Vorsicht sollte man nicht vergessen: Nach allen derzeit bekannten wissenschaftlichen Erkenntnissen ist das Virus für Menschen nicht gefährlich. Weltweit sind keine Erkrankungsfälle bekannt.
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