Cheerio, Miss SoFi!

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Am Freitag gehen die Lichter aus! Erst verdunkelt sich das Firmament, Sekunden später fällt der Strom aus. Hagen bleibt kalt und duster. Ohne Sonne keine Solarernergie, uns steht der totale Blackout bevor.

Diese "Prognose", in den letzten Tagen mehr oder weniger deutlich als Satire gekennzeichnet oder von selbst ernannten Experten in die Welt gesetzt, erinnert doch stark an die obskuren Vorstellungen unserer nicht aufgeklärten Vorfahren. Eine Sonnenfinsternis bringt Unheil. Der Blick in den Kalender verheißt aber das Gegenteil: Der 20. März ist astronomischer Frühlingsanfang und laut UNO-Beschluss seit 2012 Internationaler Tag des Glücks.
Das sollte man nicht überstrapazieren, so verlockend der Anblick auch sein mag. „Miss SoFi“ ist nämlich doch gefährlich. Die Himmelsschönheit mit bloßem Auge betrachten birgt ein Risiko.
„Natürlich möchte man so etwas auch sehen.“ Jörg Wirz zeigt Verständnis. Er ist ein großer Freund, ja fast Sammler von Sonnenfinsternissen, dem etliche eindrucksvolle Fotos gelungen sind. Wirz ist aber auch Optiker. Und als Augenfachmann muss er die Begeisterung etwas bremsen.
Neben dem Licht trifft auch die unsichtbare UV- und Infrarotstrahlung direkt auf die Netzhaut im Augenhintergrund. Diese Reizung ist zwar zunächst schmerzlos, die Folge können aber ernste und dauerhafte Augenschäden sein. Jeder Beobachter sollte daher einen geeigneten Schutzfilter verwenden. Spezielle Folienbrillen gewährleisten den notwendigen Schutz. Sie lassen nur noch 0,001 Prozent des Sonnenlichtes durch.
Wirz: „Mit den üblichen dunklen Sonnenbrillen und geschwärzten Scheiben kann man vielleicht die Helligkeit etwas reduzieren, aber eine nicht wieder gut zu machende Schädigung der Augen kann die Folge sein.“
Es werden genau für diese Himmelserscheinung spezielle Brillen hergestellt: Sonnenfinsternisbrillen, die richtig Sonnensichtbrillen heißen.
Damit kann SoFi direkt angeschaut werden, ohne die Augen zu blenden. Ebenfalls wird die UV-Strahlung aufgehalten, die die Augenlinsen extrem schädigen können. Komplett auf der sicheren Seite ist, wer sich am Freitag zu den Sternenfreunden am Eugen-Richter-Turm gesellt. Die Schar von der Volkssternwarte gibt schon vor dem Ereignis alle wissenswerten Informationen preis (siehe Kasten).
Neben den Schutzbrillen kann man sich auch Akkus für alle wichtigen Elektrogeräte zulegen. Man kann es aber auch lassen.

Info


Die Hagener Volkssternwarte bietet schon heute (Mittwoch, 18. März) die Möglichkeit, sich mit dem astronomkischen Phänomen vertraut zu machen.
Referent Björn Gludau erklärt, wie Sonnenfinsternisse entstehen und wie sie sicher beobachtet werden können.
Mit bloßem Auge ist das nämlich gefährlich. Die Netzhaut könnte irreparablen Schaden nehmen.
Deshalb kann man an diesem Abend Schutzbrillen erwerben (solange der Vorrat reicht).
Nach dem Vortrag kann man am obligatorischen Blick in die Sterne teilnehmen.
Beginn (bei freiem Eintitt): 19 Uhr.
Am Tag der Sonnenfinsternis ist die Sternwarte am Eugen-Richter-Turm zwischen 9 und 13 Uhr geöffnet.
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