Gefahr gebannt

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Foto: Stephan Faber
Hagen: Hohenlimburg |

30 km/h-Tempolimit auf einer Bundesstraße? Das ist ungewöhnlich. Mit dieser Maßnahme will die Straßenverkehrsabteilung der Stadt Hagen die Gefahr in der Unglückskurve der B7 (Stennertstraße) zwischen Hohenlimburger Straße und Grünrockstraße bannen. Es ist ein Versuch.

7.200 Fahrzeuge rollen täglich durch die Kurve in die Innenstadt. Wenn es regnet oder man die innerorts übliche Geschwindigkeit von 50 km/h ignoriert, kann man schnell mal aus der Spur geraten. Die Anwohner der Stennertstraße, insbesondere des Grundstücks Nr. 3, haben mit Temposündern so ihre Erfahrungen. Sieben Unfälle in den vergangenen acht Monaten verzeichnet die Statistik. Und wenn dabei auch „nur“ Blechschäden und Leichtverletzte zu beklagen waren, forderten vor allem sie und die Fraktion Bürger für Hohenlimburg ein Tempolimit, damit nicht ständig Laternen oder ein denkmalgeschützter Zaun gerammt werden oder gar Schlimmeres passiert. Die Tempobegrenzung 30 km/h bei Nässe hatte offensichtlich nichts gebracht.
Nach langer Diskussion und erfolglosen Anträgen in der Bezirksvertretung (BV), eine generelle Tempobegrenzung auf 30 km/h anzuordnen, sprachen sich die Abgeordneten in der Oktober-Sitzung der BV mit neun Ja-Stimmen dafür aus, den Gefahrenpunkt zu entschärfen. Und das Straßenverkehrsamt der Stadt Hagen reagierte – „Endlich!“, sagen die Anwohner – mit dem Tempo-30-Gebot (Zusatz Rutschgefahr).
Endgültig sei die Maßnahme jedoch nicht, so die Information aus der Stadtverwaltung Hagen. Vielmehr werde beobachtet, ob sich die Zahl der Unfälle reduziere.
Nun gilt es, so die Forderung der Anwohner, die Einhaltung der Geschwindigkeit zu überwachen. Das ist Aufgabe der Polizei.
Bisher standen die Beamten noch nicht mit dem Radar, einer Eso-Messanlage oder der Laserpistole am Straßenrand.
Pressesprecher Ulrich Hanki erklärt: „Wir werden zukünftig in der Stennertstraße Geschwindigkeitsmessungen vornehmen, aber das nicht ständig.“ Dass dies bisher noch nicht passiert sei, liege zum einen daran, dass die Stennertstraße nicht als Unfallschwerpunkt eingestuft ist und zum anderen der personelle Aufwand für Messungen an dieser Stelle ziemlich hoch sei.
„Wir können kein Fahrzeug an den Straßenrand stellen, sondern nur mit Laserpistole oder Eso-Messanlage agieren.“ Für den Einsatz mit der Laserpistole seien mindestens drei Beamte, eher vier, notwendig, weil die Verkehrssünder angehalten werden müssen.
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