Halterner Sportverein baut mobile Volleyballanlage für Flüchtlinge

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Völkerverständigung mit Herz und Verstand (Foto: Markus Heier)
In sportlichen Wettkämpfen kann man im Team gegeneinander antreten oder auch vereint zusammenhalten. Dass für einen solchen Zusammenhalt keine sprachlichen Kenntnisse nötig sind, sondern Sportsgeist und Fairness beweist einmal mehr der Halterner Sportverein „Team Bauch & Hüfte“.

Schon zur Gründungszeit des Sportvereins im Jahr 2015 war der Verein auf der Suche nach einer geeigneten Örtlichkeit für ein Beach-Volleyball-Training. Da kam der Strand des Silbersees zunächst sehr gelegen. Der idyllische Ort zog auch den Tierarzt Waheed Hassanzai an, der schnell zum begeisterten Mitspieler wurde. Der gebürtige Afghane, der nun in der Flüchtlingsunterkunft Letterhausstraße in Dülmen lebt, ließ seitdem keinen Sonntag vergehen, ohne sich auf sein Fahrrad zu schwingen und zum Silbersee zum gemeinsamen Volleyballspiel zu fahren. Dabei hielten ihn auch schlechteste Wetterlagen wie Wind, Hagel und Dauerregen nicht ab.

In der Zwischenzeit hat sich der Verein nun dauerhaft im Strandbad am Halterner Stausee niedergelassen. Herr Hassanzai ist längst Mitglied im Verein und wird zu jedem Training durch andere Mitglieder mit dem Auto abgeholt.
So viel Einsatz und Engagement war für den Sportverein Grund genug ihm einen innigen Wunsch erfüllen zu wollen: Herr Hassanzai berichtete den Teamkollegen, dass sich in der Unterkunft in Dülmen weitere Personen gern sportlich betätigen würden und ein Spielfeld hier sicher gut angenommen würde. Kurzum hat sich der Verein Team Bauch & Hüfte dazu entschlossen, eine mobile Beachvolleyballanlage anzuschaffen und diese in Dülmen aufzubauen. Ein paar Bälle, auch in Kindergrößen, durften natürlich nicht fehlen. So waren es auch die Kleinsten die am Sonntag 14.08.2016 nach dem Aufbau als erste das Feld in Besitz nahmen.

„Unser Verein Team Bauch & Hüfte kümmert sich nicht bevorzugt um Flüchtlinge. Uns ist es einfach nur egal ob jemand Flüchtling, Ausländer oder behindert ist, oder an was jemand glaubt oder sich sexuell orientiert. Wer Spaß an dem Verein/dem Sport hat, der ist bei uns immer willkommen und wer Hilfe braucht, der bekommt sie im Rahmen unserer Möglichkeiten gern,“ betont der Vereinsvorsitzende Markus Heier.
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