Eine neue Epidemie : Zika, eine neue Geißel für die Menschheit ?

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Erst im Oktober 2015 wurde in Südamerika eine neue epidemische Erkrankung gemeldet. In Kolumbien und Brasilien breitete sich ein Virus erstmals flächendeckend aus. Auf diesem Kontinent war es bisher nicht bekannt.
Was war bislang bekannt ?
Im Jahre 1947 wurde im Zika-Forest in der Nähe von Entebbe der Hauptstadt von Uganda bei einem in Gefangenschaft gehaltenen Rhesus-Affen indentifiziert. Es wurde festgestellt, dass der Affe das Virus über eine Stechmücke übertragen bekam. Da bisher keine weitere großflächige Ausbreitung der Krankheit bekannt wurde, beließ man es bei normalen Aufzeichnungen.
Die indentifizierte Stechmücke kam nur im tropischen Afrika vor. Bis 2007 ist bekannt, dass es jährlich weniger als 15 Infektionen in Afrika und Südost- Asien gab.
Krankheitsverlauf
Bislang wurden durch den Krankheitsverläufen keine Todesfälle bekannt. Im Gegenteil erscheint die Infektion eher harmlos mit Fieber (Zikafieber), Hautausschlägen und Gelenkschmerzen. Seltener treten Kopfschmerzen, Übelkeit oder Erbrechen auf. Die Erkrankung klingt nach vier Tagen bis zu einer Woche ab.
Anders aber werden schwangere Frauen betroffen. Die Infektion betrifft auch das Kind im Mutterleib. Hier tritt eine Veränderung auf: das Gullaum-Barre-Syndrom. Die Kinder werden mit einem viel zu kleinem Kopf oder gar geistig Schwerstbehindert geboren.
Bisher gibt es gegen die Erkrankung durch das Zikafieber keine Medikamente oder eine Impfung.
Stand der Ausbreitung seit Oktober 2015

Heute ist das Zika-Virus auf dem ganzen Südamerikanischen Kontinent zu finden. Nur Chile scheint nicht betroffen zu sein. Seit neuester Zeit weitet sich die rasend schnelle Ausbreitung nach Norden bis in die USA aus. In Afrika und Asien ist keine Veränderung der Ausbreitung bekannt. In Deutschland und dem weiteren Europa wurden nur Krankheiten bekannt, deren Infektion bereits in Amerika stattgefunden hat.
Erkenntnisse darüber, warum sich das Zika-Virus gerade jetzt so extrem ausbreitet und wie es auf den amerikanischen Kontinent kam, gibt es nicht. Ausbrüche aus einem Labor, wo eine neue biologische Waffe mit dem Zika-Virus gebaut werden soll, kommen bislang wohl nur in den Köpfen von sogenannten Verschwörungstheoretikern vor.
Wie kann sich ein Reisender schützen ?
Das Auswärtige Amt und verschiedene Tropeninstitute haben Reisewarnungen herausgegeben. Reisende sollen sich mit geschlossener Kleidung gegen die Mücke schützen und Hautcremes benutzen, die die Insekten abwehren. Werden Geburten geplant, sollte dieses Vorhaben bis zu einem dreiviertel Jahr nach der Reise verschoben werden. Schwangere Frauen sollten nach Möglichkeit auf eine Reise verzichten.
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2 Kommentare
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Michael Gehling aus Hattingen | 31.01.2016 | 21:15  
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Wolfgang Wevelsiep aus Hattingen | 03.02.2016 | 20:02  
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