Feuerwehr ist Ehrensache

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Cornelia de la Chevallrie von der Abteilung "Gefahrenabwehr" im Innenministerium und Dr. Jan Heinisch (links) sowie Nils Vollmar vor einem Großplakat der aktuellen Werbekampagne des Landesfeuerwehrverbandes. Angesprochen sind alle, die mit ihrem ehrenamtlichen Tun anderen helfen möchten. Foto: Bangert
Heiligenhaus: Feuerwehr-Scheune Abtsküche |

Die Retter sind auf ehrenamtliche Helfer angewiesen

Die Heiligenhauser Feuerwehr nimmt an der landesweiten Werbekampagne „FeuerwEhrensache“ teil. Die Freiwillige Feuerwehr verfügt derzeit über 90 Aktive, doch man hat die Zukunft im Blick: „Wir stehen vor großen Herausforderungen was die Mitgliederzahlen betrifft“, weiß Nils Vollmar. „Da ist der demographische Wandel, der Wegfall der Wehrpflicht mit einem möglichen Ersatzdienst bei der Feuerwehr sowie ein geändertes Freizeitverhalten“, zählt der Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr Heiligenhaus auf und hofft, dass die Kampagne eine große Hilfe sein wird.

Angestoßen wurde das vom Innenministerium finanzierte Unternehmen durch den Verband der Feuerwehren in NRW, dessen Vorsitzender der Heiligenhauser Bürgermeister Dr. Jan Heinisch ist. „Wir sind mit dem Projekt nicht nur zufrieden, sondern wir sind begeistert“, schwärmt der seit seiner Jugend begeisterte Feuerwehrmann. „Wichtig ist, dass wir nicht nur ein Plakat ausrollen, sondern es gibt zahlreiche Angebote für die Feuerwehren vor Ort. Wir haben in Heiligenhaus die Erfahrung gemacht, wenn man die Leute direkt anspricht, ist der Erfolg größer. 73 Prozent aller Feuerwehren in Nordrhein-Westfalen sind - wie Heiligenhaus auch - reines Ehrenamt. Da wird die Mitgliederzahl zur einer Existenzfrage.“

Cornelia de la Chevallerie ist tief beeindruckt, von dem, was Freiwillige Feuerwehren so alles können: „Nicht nur Brandschutz, sondern sie sind eine tägliche Stütze der Gefahrenabwehr“, so die Abteilungsleiterin „Gefahrenabwehr“ im Innenministerium. „Und ich bin begeistert, wie die Leute mitmachen, der Bazillus Feuerwehr ist eine Stückchen ansteckend. In NRW steigen die Mitgliederzahlen langsam, aber wir wissen nicht, wie das in ein paar Jahren aussieht.“ Die Kampagne will innere Beweggründe aufgreifen: „Ich arbeite im Team, andere haben was davon, wenn ich was mache, ich tue was für meine Heimatstadt.“

Nils Vollmar verdeutlicht, warum heute mehr Personal als vor 50 Jahren gebraucht wird: „Damals hatte die Feuerwehr nur 69 Mitglieder, wenn die Sirene gezogen wurde, kamen aber 40 Mann, weil die meisten in Heiligenhaus tätig waren. Das ist heute anders, weil viele Leute nicht mehr in der Stadt arbeiten.“

Heike Vehling, Leiterin des Projekts „FeuerwEhrensache“ beim Innenministerium, kündigt eine engere Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehren und den Grundschulen an. In Heiligenhaus arbeitet man an einer Kinderfeuerwehr, die nicht ganz so technisch wie die Jugendfeuerwehr sein wird. „Das ist so wie der immer währende Kindergeburtstag, es gibt sogar ein eigenes Kinderfeuerwehrlied“, beschreibt Dr. Jan Heinisch. „Wir suchen noch nach den richtigen Personen zur Betreuung der Kinder."

Wer sich angesprochen fühlt, bei der ehrenamtlichen Feuerwehr mitzumachen, der kann sich unter www.freiwillige-feuerwehr.nrw informieren.
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