Neue Besitzer für das Altenheim

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"Durch den Verkauf der Immobilie wird sich für Bewohner und Personal nichts ändern", versichern Gerhard Schönberg, Vorstand der Bergischen Diakonie, Einrichtungsleiterin Jolanta Borysewic (links) und Altenpflege-Bereichsleiterin Silvia Brockmann. (Foto: Ulrich Bangert)
Heiligenhaus: Diakonie |

Viele Investoren interessieren sich für das Gebäude an der Schulstraße


Das Diakoniezentrum erhält neue Investoren, für Bewohner und Mitarbeiter wird sich dadurch aber nichts ändern. Der Eigentümer Lindhorst veräußert das 2012 eröffnete Altenheim an der Schulstraße über die Wirtschaftshaus-Gruppe an einzelne Kleininvestoren, die angesichts historisch niedriger Zinsen ihr Geld in Immobilien anlegen.

„Wir sind mit 80 Heimpflegeplätzen und zwölf Wohnungen Mieter in diesem Gebäude“, klärt Diakonie-Vorstand Gerhard Schönberg auf. „Der Vertrag läuft noch 16 Jahre mit einer fünfjährigen Option, die wir wahrscheinlich wahrnehmen werden, denn der Standort ist wunderschön. Das Haus ist genau so, wie wir es haben wollen.“

„Unser Mietvertrag bleibt bestehen, von dem Verkauf werden unsere Bewohner und und das Personal nichts merken“, versichert Sylvia Broekmann, die Bereichsleiterin des Altenhilfeverbunds. „Das Altenpflegesetz NRW regelt den Pflegekosten- und den Investitionskostenanteil. Die Mieten sind dadurch nach oben hin gedeckelt, beliebige Steigerungen also nicht möglich.“ Sie widerspricht damit wilden Gerüchten um Mietsteigerungen und Entlassungen. Auch wenn die neuen Einzelinvestoren Eigentümer mit Grundbucheintrag werden, kommen ihnen deshalb keine besonderen Rechte zu. „Sie können nicht einziehen und mit keinem besseren Platz auf der Warteliste rechnen“, stellt Gerhard Schönberg fest.

Daneben ist sicher gewährleistet, dass die künftigen Besitzer nicht das Leben der Bewohner stören. „Die interessierten Investoren dürfen nicht alleine ins Haus kommen, bei den geführten Besichtigungen geht es nur in Gemeinschaftsräume und in eine derzeit leer stehende Wohnung“, so Einrichtungsleiterin Jolanta Borysewic. Leerstände im Diakonie-Zentrum sind selten. „Wir haben einen sehr guten Ruf und sind zu 98 Prozent ausgelastet.“

So ein Wechsel der Investoren ist für die Bergische Diakonie nichts Neues: Im benachbarten Wülfrath ging das selbe Prozedere beim Haus Otto Ohl problemlos über die Bühne. Die Baugerüste, die derzeit das Gebäude an der Schulstraße zieren, haben nichts mit dem Verkauf zu tun: „Da werden Wasserschäden im Dachbereich beseitigt“, weiß Gerhard Schönberg.
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