Beengte Verhältnisse: Regenbogenschule beantragt Umzug

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Heiligenhaus: Regenbogenschule |

Keine Aula, keine Turnhalle, kleine Räume: Die Regenbogenschule in der Oberilp platzt aus allen Nähten.

„Wir haben hier sehr beengte Verhältnisse“, sagt Schulleiterin Ellen Schieferstein. Und tatsächlich: Das Lehrerzimmer ist mit 40 Quadratmetern nicht gerade üppig, die Herren-Toilette wurde zum Lager für Muskinstrumente umfunktioniert. „Wenn wir Einschulung feiern, hoffen wir immer auf gutes Wetter. Denn wir haben ja keine Aula. Deshalb muss die Veranstaltung auf dem Schulhof stattfinden.“ Zum Sportunterricht müssen die Schüler in die Unterilp, 15 Minuten Fußweg pro Strecke. „Da bleibt für den Unterricht nicht mehr viel Zeit übrig“, weiß Ute Küppersbusch, stellvertretende Schulleiterin. Dass auch die Nachmittagsbetreuung in der Unterilp stattfindet, ist ein weiterer Makel.
Und weil die „räumliche Enge unsere pädagogische Arbeit bremst“, wie Schieferstein sagt, hat die Schulkonferenz jetzt eine Idee beraten: den Umzug der Regenbogenschule in die leerstehende, ehemalige International School am Sportfeld. Ein entsprechender Antrag ist an die Stadt Heiligenhaus versandt worden, am kommenden Donnerstag ist der Standortwechsel der Grundschule Thema im Rat.
„Wir würden uns sooo freuen, wenn das klappt“, sagt auch Katja Merl, Vorsitzende der Elternpflegschaft. „Ein Umzug hätte nur Vorteile.“ Vor allem: mehr Platz. „Der Standort ist für uns absolut attraktiv“, sagt auch Schulleiterin Schieferstein und gerät ins Schwärmen: Kinder könnten gemäß moderner Lernformen in Nebenräume ausweichen, gleichzeitig liege alles so nah beieinander - der reguläre Unterricht, das Förderprojekt Sesam, weitere Förderangebote und der offene Ganztag wären unter einem Dach vereint. „Wir könnten uns viel mehr auf die pädagogische Arbeit konzentrieren, weil wir viel weniger Zeit für Organisatorisches einplanen müssten“, bekräftigt Küppersbusch.
Für all diese Vorteile sei man auch bereit, den einige hundert Meter weiteren Schulweg in Kauf zu nehmen - zumal viele Kinder ohnehin mit dem Auto zur Schule gebracht würden, wie Merl weiß. Wenn es nach dem Wunsch der Verantwortlichen der Regenbogenschule geht, würden bereits morgen die ersten Kisten gepackt. „Realistisch wäre ein Umzug zum nächsten Schuljahr“, sagt Küppersbusch.
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