Cleopatra besiegte Darth Vader

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(Foto: Ulrich Bangert)
Heiligenhaus: Rathaus | Schlechtes Wetter kann die Heiligenhauser Möhnen nicht davon abhalten, das Rathaus zu stürmen. Obermöhne Uschi Klützke trat diesmal als Cleoprata auf, ein Kostüm, auf das sie sich schon seit Wochen gefreut hatte.
Die schöne Herrscherin aus dem alten Ägypten hatte ihr Gefolge unter vielen Regenschirmen in Stellung gebracht und drängte in das hohe Haus der Stadt. „Wir wollen den Ratssaal stürmen und die Macht übernehmen“, droht sie dem Bürgermeister an und zeigte sich gleich kooperativ: „Ich bin Cleoprata, und Du – mein lieber Jan – der Cäsar von Heiligenhaus. Meinst Du, wir können gemeinsam herrschen?“

Steffi I. ging Dr. Jan Heinisch an den Schlips

Unter der Maske des Darth Vader schwer atmend zeigte sich Dr. Jan Heinisch schließlich auf dem Balkon, begleitet von seinen Sternenkriegern. Der Krieg der Sterne blieb aus: „Wie wollt Ihr uns bezwingen? Etwa mit dem lauten Singen?“, hauchte Darth Vader unter seiner Maske hervor. Die weibliche Übermacht hatte mit ihrem Möhnlied Erfolg: „Ok, Ihr habt mit Eurem Stück unseren Groll gemacht zu Glück“, versuchte der Herrscher des Bösen zu reimen und überließ der Obermöhne den begehrten Schlüssel zur Schaltzentrale der Macht in Heiligenhaus.
So dann stürmten die Weiber gut gelaunt und bunt kostümiert in den Saal und verteilten Küsschen. Unter dem Umhang hatte Darth Vader alias Jan Heinisch eine Krawatte. Doch die an Altweiber bei den Frauen sonst sehr begehrte Manneszier packten die Möhnen diesmal nicht an. Die besondere Ehre, den Schlips zu kürzen, kam der närrischen Regentin aus der Nachbarstadt Velbert zu: Schnip-schnap stutzte Prinzessin Steffi I. das Teil und entschädigte den Bürgermeister für den Verlust mit einem Orden und Bützen.
Prinz Frank II. schaute lachend zu: „Ich habe heute nichts zu sagen.“ Dafür war seine Frau von der Stimmung im Rathaus richtig begeistert: „Was die Heljens-Jecken hier auf die Beine gestellt haben, ist schon toll. Nächstes Jahr habt ihr ein eigenes Prinzenpaar.“ Hofmarschall Michael Schmidt stellte fest, dass nach der Trennung vom Klinikum Niederberg nur noch die Volkshochschule die beiden Nachbarstädte verbindet – und der Karneval. „Wir kommen gerne zu eurem Umzug am Samstag“, kündigte er an und bevor die Party weiterging, musste er noch die Obermöhne loben: „Uschi, super gemacht!“
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