Emotionale Diskussion um Personalnotstand in der Stadtbücherei Hemer

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Zahlreiche Zuschauer vefolgten interessiert und kritisch die Diskussionen im Kulturausschuss zum Thema Personalnotstand in der Stadtbücherei.
Hemer: Rathaus |

„Eine momentan nicht optimale Personalsituation“ konstatierte Dr. Bernd Schulte, neuer Erster Beigeordneter am Mittwoch im Kulturausschuss zum Thema Stadtbücherei - verständlich, liegt der Krankenstand bei aktuell 28, 6 Prozent (!) und sind momentan mehr als die Hälfte der sowieso nur 4,57 im Stellenplan ausgewiesenen Stellen unbesetzt bzw. nicht für den Normalbetrieb der Einrichtung verfügbar.

Zuvor hatte Ausschussvorsitzender Holm Diekenbrock (CDU) seiner Verwunderung und seiner Verärgerung darüber Ausdruck verliehen, dass „in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder Gerüchte aufgekommen sind, wir wollen die Stadtbücherei schließen.“ Vielmehr habe sich die Politik immer und ausdrücklich hinter die Bücherei gestellt und das gelte auch weiterhin.

Neuanfang mit neuer Leitung ab November


Zum kurz- und mittelfristigen Planungshorizont nahm dann noch einmal Dr. Bernd Schulte Stellung: „In den kommenden sechs Wochen können wir sehr wahrscheinlich das hohe Niveau des Büchereiangebotes aus dem Vorjahr durch die Häufung der Krankheitsfälle nicht halten. Wir werden jedoch versuchen, durch die vorübergehende, sundenweise Versetzung einer Mitarbeiterin aus der Kernverwaltung den Grundbetrieb aufrecht zu erhalten und weitere kurzfristige Schließungen zu vermeiden.“ Mit Dienstbeginn der neuen, inzwischen feststehenden Büchereileiterin zum 1. November wolle man dann einen kompletten Neuanfang starten.
Nach einer ausführlichen Diskussion verabschiedete der Kulturausschuss dann doch noch zwei Anträge zum Thema Büchereipersonal. Der erste forderte die Verwaltung auf Antrag von Maria Schlager-Fritsch (GAH) auf, ab sofort Öffnungszeiten und Angebote der Bücherei zu gewährleisten. Hier enthielten sich lediglich die Vertreter der SPD.
Einstimmigkeit gab es dann abschließend bei dem Antrag von Claus Karst (Seniorenbeirat), die Verwaltung möge im Rahmen der Haushaltsplanberatungen 2016 prüfen, ob die Stelle der Büchereileitung von 0,8 auf 1 Stelle ausgeweitet werden könne.
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