Hemer-Impressionen aus längst vergangenen Zeiten gesucht!

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(Foto: privat)
 
(Foto: privat)

Der Bürger- und Heimatverein braucht Hilfe. In einer Ausstellung im Felsenmeermuseum sollen per Ansichtskarten Einblicke in die Entwicklung des Hemeraner Ortsbildes während der letzten 120 Jahre geboten werden.


Das Felsenmeer-Museum Hemer verfügt bereits über eine kleine Sammlung von Ansichtspostkarten aus der Stadt und dem ehemaligen Amt Hemer. Ansichtskarten sind Originaldokumente, die zusammengetragen einen interessanten Einblick in die Entwicklung des Ortsbildes während der letzten 120 Jahre ergeben.
Die ersten „Correspondenzkarten“ wurden in Deutschland um 1870 verschickt. Wann die erste Ansichtskarte mit einem Hemer-Motiv auf die Reise ging, ist bisher nicht erforscht – vermutlich jedoch erst in den 1890er Jahren, denn bis zum großen Durchbruch der Ansichtskarten in Deutschland dauerte es noch etwa bis 1896. Ein Grund für die zunehmend größere Beliebtheit der Karten war der Einsatz der Chromolithografie, die die Herstellung bunter statt nur schwarz-weiß-bedruckter Karten ermöglichte. Ein weiterer Grund war der anwachsende Tourismus, der durch den aufkommenden Personenverkehr per Eisenbahn entstand.
Hemer bot mit seinem Felsenmeer ein attraktives Ausflugsziel, das vor allem in den 1920er Jahren von vielen Menschen besucht wurde. Folglich existieren aus dieser Zeit zahlreiche Ansichtspostkarten mit „Grüßen aus dem Felsenmeer“. Während der „Mitmach-Ausstellung“ vom 14. April bis 12. Mai 2013 sucht der Bürger- und Heimatverein Hemer e.V. alte und neue Ansichtspostkarten aus der Stadt und dem ehemaligen Amt Hemer. die dem Felsenmeer-Museum nach Möglichkeit zur Vervollständigung seiner Sammlung dauerhaft überlassen werden. Falls sich jemand nicht von seiner Postkarte trennen möchte, nimmt der der BHV die Karte für die Dauer der Ausstellung auch als Leihgabe entgegen.
„Wenn Sie in Ihren Schränken und Schubladen eine Ansichtspostkarte mit Hemer-Motiv finden, bringen Sie diese während der Öffnungszeiten in das Felsenmeer-Museum“, so Holm Diekenbrock, „die Karte wird dokumentiert und direkt in die Ausstellung eingefügt.“
Auf der Internetseite des Museums - www.Felsenmeer-Museum.de - kann unter dem Menüpunkt Hemeraner Postkarten nachschaut werden, welche Karten bereits im Museum vorhanden sind. Die Auflistung wir ständig aktualisiert.
Zu den historischen Ansichten auf den Postkarten möchte der Bürger- und Heimatverein zusätzlich aktuelle Fotos hinzufügen, die das abgebildete Objekt (oder das, was sich jetzt dort befindet) aus heutiger Sicht zeigen. Wer sich noch mal genau an den Standort des damaligen Fotografen begibt und das Objekt ablichtet, kann mit seinem Foto die Ausstellung im Museum ergänzen.
Der Bürger- und Heimatverein Hemer e.V. hofft am letzten Ausstellungstag, am Sonntag, 12. Mai 2013, den Besuchern eine stattliche Anzahl Hemeraner-Ansichtspostkarten präsentieren zu können und der ungeklärten Frage „Wie viele verschiedene Hemer-Postkarten gibt es eigentlich?“ein gutes Stück nähergekommen zu sein. Der 12. Mai ist der Internationale Museumstag, der in diesem Jahr unter dem Motto „Vergangenheit erinnern - Zukunft gestalten: Museen machen mit!“ steht. Das Felsenmeer-Museum ist an diesem Tag von 11 Uhr bis 17 Uhr durchgehend geöffnet.
Unter allen Personen, die sich an der Mitmach-Ausstellung beteiligen, verlost der BHV am 12. Mai als kleines Dankeschön drei Buchgutscheine und weitere Sachpreise.
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