Herdecke: Neue Tafel für den Wappenstein Stiftsmühle an der Mühlenstraße

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Bürgermeisterin Dr. Katja Strauss-Köster (2.v.l.) mit den Eheleuten Klaus (links) und Edith (3.v.l.) Löbbert. (Foto: privat)
Herdecke: Wappenstein Stiftsmühle |

Zwei Tafeln zierten bisher die Vitrine am Wappenstein Stiftsmühle an der Einmündung Kampstraße/Mühlenstraße in Herdecke. Jetzt wurde eine dritte Tafel, ein Lageplan mit dem ehemaligen und heutigen Bereich südlich der Kampstraße, in feierlicher Runde überreicht. Bürgermeisterin Dr. Katja Strauss-Köster nahm die Tafel von Klaus Löbbert, einem bekennenden Herdecker entgegen.

„Ich bedanke mich ganz herzlich bei allen Beteiligten, die dieses Projekt realisiert haben“, so Strauss-Köster. Finanziert wurde die Tafel von Klaus Löbbert. Er wanderte im Jahre 1960 nach New York aus, pflegt jedoch guten Kontakt zu seiner Heimatstadt. „Ich bin stolz darauf, dass unsere Stadt durch solche Kennzeichen wie den Wappenstein weiter verschönert wird“, freut sich Herdeckes Bürgermeisterin und berichtet, dass viele Bürgerinnen und Bürger aber auch Gäste an solchen historischen Kennzeichen sehr interessiert sind.
Die Vitrine am Wappenstein enthält nun drei Tafeln. Zwei davon erläutern textlich den von der Äbtissin Philippina von Romberg (1776-1791) finanzierten Neubau der Wassermühle. Die neue, dritte Tafel, ist ein Lageplan, der den ehemaligen und heutigen Bereich südlich der Kampstraße darstellt.

Historischer Hintergrund

Auf der im ehemaligen Mühlengraben gelegenen Halbinsel stand neben der Stiftsmühle westlich davon ein sogenannter Schleifkotten. Diese Messerschleiferei hatte die letzte Äbtissin, Wilhelmine von Blomberg (1791-1811) auf eigene Kosten errichten lassen. Pächter waren die Messerschleifer Peter Caspar Klinckmann und Hermann Heinrich Butz aus Wetter. Neben dem Pachtzins in Höhe von 30 Talern jährlich fiel eine Sachleistung an: Die Äbtissin durfte ihre Messer bei den Wetteraner Spezialisten kostenlos schleifen lassen. Das quer mit einem anschließenden Wehr im Mühlengraben stehende Stiftsgebäude staute den Obergraben. Als Abfluss nach Westen diente der Untergraben. Die für den Mahlbetrieb mit dem Stau erwünschte Wassermenge ließ sich bei Hochwasser kaum regulieren. An der südlichen Uferböschung führte das häufig zu Durchbrüchen. Die Flut schwappte dann direkt über die Fluss-Aue Richtung Ruhr. Der auf dem Urkataster von 1824 basierende Lageplan zeigt die damals bestehenden Brüche in Höhe der Mühle.
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