Herne ist Deutscher Meister

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Verwiesen die Konkurrenz aus ganz Deutschland deutlich auf die Plätze: Die Basketballerinnen des OHG.

Basketballerinnen des OHG gewinnen das Bundesfinale

Nach der Finalteilnahme im letzten Jahr haben die Basketballerinnen des Otto Hahn Gymnasium in diesem Jahr ihr Meisterstück vollbracht. Beim Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia“ sicherten sich die OHG-Mädchen souverän den Titel und sind damit die beste Schulmannschaft Deutschlands in ihrer Altersklasse (WK III). Ohne eine Niederlage erreichten die Mädchen im Turnier der 16 Landesmeister das Finale und konnten sich dort gegen den Vertreter aus Rheinland-Pfalz, das Max-Planck- Gymnasium Trier, mit 54: 28 deutlich durchsetzen.
In seiner Vorrundengruppe traf das OHG-Team gleich auf den wohl dicksten Brocken des Turniers, das Sportgymnasium Chemnitz aus Sachsen. Hanna Hahn war es vorbehalten, den ersten Korb des Turniers zu werfen. In einem von beiden Seiten intensiv geführten Spiel war es lange Zeit ganz eng. Beide Mannschaften spielten in der Verteidigung eine Ganz-Feld-Presse und neutralisierten sich gegenseitig. Die typische Nervosität eines Auftaktspiels tat ihr übriges. Nach vielen vergebenen Chancen und einer Reihe von Fehlpässen stand es zur Halbzeit 9:9. Beim Stand von 17:16 für Chemnitz, drei Minuten vor Schluss, erzielte Pia Proske sechs Punkte in Folge und sorgte damit für die Entscheidung. Bei diesem 5-Punkten-Vorsprung blieb es bis zum 24:19 Endstand und auch bei den mitgereisten Eltern, die das Team enthusiastisch unterstützten, war die Erleichterung groß.
Das zweite Spiel der Gruppenphase gegen das Gymnasium Grootmoor aus Hamburg geriet mit 66:13 zu einem Spaziergang und sorgte für die nötige Sicherheit, denn danach war die Zwischenrunde so gut wie erreicht.
Die Theodor-Koch-Schule aus Hessen, im letzten Jahr noch ein starker Gegner, hatte im letzten Spiel der Vorrunde mit 47:22 das Nachsehen. Sehenswert dabei war der 17:0 Lauf am Anfang des Spieles. Insgesamt vier Spielerinnen punkteten in diesem Spiel gegen die Hessen zweistellig (Pauline Schröder 14; Pia Proske 11; Malina Sola 11; Laura Legnar 10).
In der Zwischenrunde warteten nun das Theodor-Heuss-Gymnasium Nördlingen aus Bayern und das Helmholtz-Gymnasium Heidelberg aus Baden-Württemberg. Das erste Spiel der Zwischenrunde gegen Nördlingen verlief bis zur achten Minute ausgeglichen (15:14), dann erlahmte der Widerstand der Mädchen aus Bayern. Zur Halbzeit hatten die OHG-Mädchen mit 25:14 schon fast für klare Verhältnisse gesorgt. In der zweiten Halbzeit wuchs der Vorsprung kontinuierlich und mit 47:22 gab es ein weiteres deutliches Ergebnis, wobei Tabea Hassel in der Schlussphase mit mehreren erfolgreichen Distanzwürfen Akzente setzte.
Mittlerweile wurde das OHG schon als Favorit auf den Titel gehandelt, und das Team kam auch immer mehr in Fahrt. Das bekamen die Heidelberger Mädchen zu spüren, die sich im zweiten Zwischenrundenspiel mit 48:11 geschlagen geben mussten.
Die Qualifikation für das Halbfinale war damit perfekt, es ging gegen das Felix-Klein-Gymnasium aus Göttingen, Niedersachsen. 15:7 stand es zur Halbzeit. Für klare Verhältnisse sorgte am Ende Anna Lappenküper mit sechs Punkten in Folge zum Endstand von 32:21.
Wie im letzten Jahr standen die OHG-Mädchen wieder im Finale. Die Mannschaft, die im Wesentlichen aus den Spielerinnen des letzten Jahres bestand, war allerdings auch ein Jahr reifer und stärker geworden. Mit Anna Lappenküper hatte es durch einen Umzug von Recklinghausen nach Herne eine deutliche Verstärkung gegeben und mit den Spielerinnen Lea Schulte-Göcking, Laura Legnar und Hannah Knobloch ergänzten junge Talente die Mannschaft, so dass man sich gute Chancen für das Finale ausrechnete.
Der Finalgegner, das Max-Planck-Gymnasium aus Trier, hatte das Finale über einen denkbar knappen Halbfinalsieg gegen Chemnitz erreicht. Das Team war also gewarnt, denn Chemnitz konnte in der Vorrunde nur nach zähem Kampf besiegt werden. Beim Showdown im Finale waren die OHG Mädchen von der ersten Sekunde an präsent, gaben Gas und entmutigten die Mädchen aus Trier mit einem furiosen Angriffswirbel und einem 15:2 nach drei Minuten. Über 25:4 ging es mit 36:14 in die Halbzeit. In der zweiten Hälfte verwaltete die Mannschaft routiniert das Ergebnis und Coach Miriam Siebert vom HTC, die das Team souverän durch das Turnier geführt hatte, wechselte munter durch und setzte alle Spielerinnen ein. Mit 54:28 endete das Finale. Der Jubel kannte keine Grenzen und Betreuer Volker Hartmann vom OHG konnte die Mädchen dazu beglückwünschen, mit dieser Meisterschaft Basketballgeschichte am Otto-Hahn-Gymnasium geschrieben zu haben. Kapitänin Maria-Angelina Sola durfte bei der Siegerehrung, die innerhalb einesumfangreichen Rahmenprogramm am Abend vor 4000 jungen Teilnehmern der Bundesfinalwettkämpfe in der Max-Schmeling-Halle stattfand, Urkunde und Pokal in Empfang nehmen
Bei der Rückkehr nach Herne gab es für die Mädchen im wahrsten Sinne einen großen Bahnhof. Die Eltern bereiteten der Mannschaft bei der Ankunft auf dem Bahnsteig einen triumphalen Empfang. Schulleiter Egon Steinkamp und Jens Weidauer von der Fachschaft Sport am OHG beglückwünschten die Mannschaft mit Blumen und Sekt (natürlich alkoholfrei).
Für das OHG spielten: Hanna Hahn, Pia Proske, Pauline Schröder, Malina Sola, Tabea Hassel, Anna Lappenküper, Lea Schulte-Göcking, Laura Legnar, Hannah Knobloch
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