Ausstellung zu Ehren von Joachim Klinger

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Das Bild mit dem Titel "Vegetatives" entstand 1967. (Foto: Jochen Klinger)

Die Ausstellung „Vorwiegend heiter - Werke von Joachim Klinger“ wird am Sonntag, 5. März, um 11 Uhr, im Wilhelm-Fabry-Museum, Benrather Staße 32a eröffnet. Die monographische Ausstellung ist eine Hommage an das Leben. Anlass ist der 85. Geburtstag des kunst- und kulturschaffenden Joachim Klinger, der mehr als vierzig Jahre in Hilden lebte.

"Malzeit"

Klingers zeichnerische Begabung wurde bereits in seiner Jugend sichtbar. So hatte er in der Schule den Ruf, ein Künstler zu sein, und erhielt den Spitznamen „Max", angelehnt an den berühmten Maler, Radierer und Bildhauer. Doch im Gegensatz zu dem Leipziger Künstler studierte Joachim Klinger Jura und war später lange im Düsseldorfer Kultusministerium verantwortlich für Theater, Film und Internationales. Beruflich und privat ist er zeit seines Lebens ein guter Beobachter des Menschen. So entstanden, meist am Samstagabend, auf kleinen Formaten seine Zeichnungen, Aquarelle und Gouachen. „Malzeit" nennt er diese inspirierenden Abende mit seiner Frau, die ihm dabei vorlas.

Heute ist dieser Schaffensprozess nicht mehr nur auf den Samstag fokussiert. Neben Typen und Charakteren entstehen Ansichten französischer und italienischer Landschaften, Puppenspieler und Zirkusszenen. Mit dem Zirkus von Kind auf verbunden, reiste er beruflich mit einem Vertreter des Zirkusunternehmens Roncalli nach Moskau. In seinen Bildern wird die Manege zum Zirkus des Lebens. Überspitzt zeichnet er die Charaktereigenschaften typischer Protagonisten, wie Dompteure, Clowns und Jongleure, nach.

Einfühlsame Charakterisierungen

Mit den Printmedien aufgewachsen, schlägt sein Herz vor allem für Karikaturen und Bildgeschichten. So entstehen, nicht ohne hintergründigen Humor, einfühlsame Charakterisierungen von Kunstbetrachtern und Literaten. Klinger brilliert aber nicht nur als Zeichner, sondern auch als lyrischer Autor des Grupello Verlages. Dort macht er beispielsweise in seinen Versen die Dichter Morgenstern und Ringelnatz miteinander bekannt. Das umfassende Werk ist Ausdruck eines jahrzehntelang leidenschaftlich für Kunst und Kultur engagierten Menschen. Das Wilhelm-Fabry-Museum zeigt ausgewählte graphische und literarische Arbeiten aus verschiedenen Zyklen und Werkabschnitten.


Die Ausstellung wird von Bürgermeisterin Birgit Alkenings mit einem Grußwort eröffnet. Dr. Sandra Abend wird eine Einführung halten und für den musikalischen Rahmen der Eröffnung sorgt das Blockflöten-Quartett der Musikschule Hilden. Der Eintritt ist kostenfrei.
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