Berufskolleg-Schüler glänzen bei Mathe-Olympiade

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Die Schüler Thilo Reinhardt, Jörn Nöller, Christian Peiffer, Paul Veitl und Josia Strack (v.l.n.r.) werden von Mathelehrer Sergey Kuzminskiy und Dirk Hardy für ihre Leistung bei der Mathe-Olympiade geehrt. (Foto: privat)
Hilden: Berufskolleg Hilden |

Ganz ins Zeichen des olympischen Gedankens stellte der Schulleiter des Berufskollegs (BK) Peter Schwafferts seine Ehrung der „jungen Mathe-Olympioniken“. Gleich fünf Teilnehmer des Berufskollegs durfte der Schulleiter in seinem Büro begrüßen. Sie konnten sich nach der gelungenen Schulrunde nun auch in der Regionalrunde der diesjährigen Mathe-Olympiade erfolgreich auszeichnen.

Zirka 100 Teilnehmer waren zur zweiten Runde nach Monheim eingeladen worden. Unter ihnen als einzige Vertreter eines Berufskollegs die fünf Schüler des BK Hilden. Sie durften sich mit Schülern von etwa 20 Gymnasien messen. Mit einem zweiten und zwei dritten Plätzen waren sie dabei äußerst erfolgreich.

Olympische Herausforderung

Erste Plätze wurden in der Jahrgangsgruppe 11/12 nämlich nicht vergeben. Dafür erwiesen sich die Aufgaben in diesem Jahr als zu herausfordernd. „Das Abitur reicht bei weitem nicht an dieses Niveau heran. Selbst die Lehrer vor Ort hatten Schwierigkeiten!“, erklärt Technik-Gymnasiast Christian Peiffer. Dabei wirkt er keineswegs enttäuscht. Eher enthusiastisch und selbstbewusst. Die Schüler wissen, dass es sich bei diesem Wettbewerb um eine besondere, eben olympische Herausforderung handelt.

„In der Schule lernen die Schüler eher auswendig“, erläutert Jörn Möller, der wie im letzten Jahr wieder als Bester seiner Gruppe abschließen konnte. „Mathematik aber ist Verstehen und Kreativität! Man begreift Mathe eben einfacher, wenn man weiß, warum eine Sache so funktioniert.“

Angehende Ingenieure

Dirk Hardy, Mint-Beauftragter der Schule und selber Mathematiker, ist beeindruckt, wie weit die 18-Jährigen schon über den Tellerrand hinausblicken. Für ihn hat aber auch die Anwendungsmathematik ihre Berechtigung: „Wir wollen Sie als angehende Ingenieure in unserem Technischen Gymnasium möglichst optimal auf die Anforderungen der Praxis vorbereiten. Später als Maschinenbauer wird Ihnen die angewandte Mathematik sehr helfen. Da hat man nicht so viel Zeit für Beweisführungen.“

Schulleiter Schwafferts nickt zustimmend und weitet noch einmal den Horizont: „Echte Mathematik ist kein Rechnen, sondern ein Beweisen. Aber beides hat seine Berechtigung!“, sagt er nachdenklich und will die Anregung der Schüler aufnehmen. „Wir wollen als Schule auch Begabtenförderung ermöglichen. Im Studium spielt das Beweisen eine große Rolle“, betont er. Tatsächlich wird gerade im Berufskolleg auch nach oben hin gut gefördert. Dies belegt die traditionell hohe Erfolgsquote von BK-Schülern im Studium: „Es gibt fast keine Studienabbrecher, die von den Berufskollegs kommen“, so Schwafferts.

"Stolz auf viele hoch begabte Schüler"

Auch Mathematiklehrer Sergey Kuzminskiy zeigt sich sehr zufrieden mit der Leistung seiner Schützlinge: „Im letzten Jahr hatten wir zwei erste Plätze errungen. Diesmal haben wir mit einmal Silber und zwei Mal Bronze gleich drei Schüler auf dem Podest. Wir haben also einen systemischen Erfolg zu verbuchen. Daran arbeiten wir.“ Der diplomierte Ingenieur und langjährige Dozent an der Moskauer TU ist die Herausforderungen anspruchsvoller Aufgaben gewohnt: „Wir können stolz sein, dass wir derart viele hoch begabte Schüler haben, die zu solchen Leistungen fähig sind.“
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