Ein Schulbus für Kinder in Afrika

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Traumauto gesucht und gefunden: Der Hildener Verein „Hilfe für Afrika“ hat einen Schulbus im afrikanischen The Gambia übergeben. Möglich wurde dies mithilfe der VOX-Sendung „Biete Rostlaube – suche Traumauto“. (Foto: privat)
 
(Foto: privat)
 
(Foto: privat)

Der in Hilden ansässige Verein „Hilfe für Afrika Hilden“ bekam im Rahmen der populären VOX-Sendung „Biete Rostlaube – suche Traumauto“ einen Nissan Serena Van als erstes Auto für den Schulbusbetrieb im westafrikanischen Land The Gambia. Die Sendung wurde am 13. Dezember 2015 ausgestrahlt – der WA hatte darüber berichtet.

„Hilfe für Afrika Hilden“ führt seit einigen Jahren verschiedene Hilfsprojekte in Afrika durch – als aktiven Beitrag, die Not der Menschen da zu bekämpfen, wo sie entsteht, direkt in Afrika. Damit Menschen nicht ihr Land wegen Armut verlassen und sich auf die gefährliche Reise nach Europa begeben müssen. „Die Menschen in Afrika brauchen eine Perspektive in ihrer Heimat, nur so kann auf Dauer die Flucht wegen Armut verhindert werden“, sind sich die Vereinsmitglieder einig. Das erklärte Ziel von „Hilfe für Afrika Hilden“ ist es, Menschen in ihrer Heimat, in Afrika, diese Perspektive zu bieten, hierzu zählt insbesondere Schulbildung.

2012 führte der Verein ein „Erste-Hilfe-Projekt“ an einer Schule in The Gambia erfolgreich durch. Bei dieser Reise konnten sich Vereinsmitglieder über die Schulsituation und die Not der Kinder ein Bild machen. Teilweise müssen die Kinder sechs bis acht Kilometer Fußweg zur Schule zurücklegen. Einige Kinder, die weit entfernt von der Schule wohnen, kommen nicht regelmäßig zur Schule, weil es in The Gambia, einem der ärmsten Länder Afrikas, keinen Busverkehr wie in Deutschland gibt.

Eine Lösung musste her. Der Vorsitzende des Vereins, Engelbert Kremers, nahm Kontakt mit Panagiota Petridou, bekannt durch ihre Sendung bei VOX-TV „Biete Rostlaube – suche Traumauto“, auf und bot eine „Rostlaube“ an, verbunden mit der Bitte, diese in ein Traumauto mit möglichst vielen Sitzen zu tauschen.

Panagiota Petridou und VOX-TV ließen den Traum Wirklichkeit werden und stellten einen Nissan Serena Van mit acht Sitzen zur Verfügung. Das Traumauto wurde zusammen mit vielen anderen Hilfsgütern, Rollstühlen, Rollatoren, Computern, Laminiergeräten, Fußballtrikots, und und und nach The Gambia verschifft.
Kremers flog kurz vor Weihnachten selbst nach The Gambia, um das Hilfsprojekt vor Ort zu leiten. Nach seiner Rückkehr berichtete er, dass der Schulbusbetrieb für eine Schule erfolgreich eingerichtet werden konnte. Jetzt werden die ersten Kinder, die weit von der Schule wohnen, morgens abgeholt, zur Schule gefahren und nachmittags zurück nach Hause gebracht.

Rollstühle und Rollatoren persönlich übergeben


Außerdem berichtete der Vereinsvorsitzende über eine kleine Feier, bei der die Rollstühle und zwei Rollatoren direkt an Behinderte abgegeben wurden.
Besonders bewegend war die Übergabe eines Rollstuhls an Fatou Cham, ein neunjähriges Mädchen, das seit ihrer Geburt an Kinderlähmung leidet. Alle Rollstuhlempfänger wurden vorab besucht, um sicherzugehen, dass hier Bedarf besteht.

Bei seinem Besuch robbte ihm das Mädchen auf dem Boden entgegen, die Knie wund und die Hände nur mit Gummi-Flipflops geschützt. Dem Vorsitzenden war es eine besondere Freude, dieses Mädchen in den Rollstuhl zu setzen. Nun kann Fatou Cham zusammen mit ihren neuen „Freunden“ –zwei Kuscheltieren – sich eigenständig bewegen. Von der Feier berichtete auch die gambianische Presse der „Daily Observer“.

Weitere Rollatoren wurden im Brikama Hospital und Banjul Hospital abgeben und werden hier zum Physiotherapie-Training eingesetzt.
Ebenso wichtig war die Hilfe an zwei Schulen. Die beiden Schulen „The Swallow“ und „Bethel Royal Academy“ erhielten verschiedene Sachspenden, Computer gestellt von „Unity-Media“ und anderen Privatpersonen, Laminiergeräte und Folien von „Laminierfolien-24.de“ und je einen Satz Trikots und Fußbälle von „SSV Berghausen 1968“.

Projekt für Straßenkinder


Um die Not in Afrika zu lindern ist noch viel mehr zu tun. Deshalb plant „Hilfe für Afrika Hilden“, gerade erst aus Afrika zurück, schon jetzt für 2016 einerseits einen weiteren Hilfstransport nach The Gambia und außerdem will „Hilfe für Afrika Hilden“ das im September 2014 in Arusha, Tansania, gestartete Projekt „Hilfe für Afrika – Arusha‘s Straßenkinder“ fortführen.

Im September 2014 wurden die ersten Vorbereitungen für das Straßenkinder-Projekt in Arusha /Tansania/Ostafrika getroffen. Bei einem zweiten Besuch im Dezember 2014 wurde in Arusha der Verein „New hope street youth of Arusha“ zur direkten Zusammenarbeit gegründet. Hier sind bereits gut 130 Straßenkinder und Jugendliche organisiert. „Hilfe für Afrika Hilden“ hat als Sofortmaßnahme für die im tansanischen Verein organisierten Mitglieder eine Krankenversicherung abgeschlossen, da Straßenkinder von Ärzten und Krankenhäusern sonst nicht behandelt werden. In der Zukunft soll in Arusha ein Jugendzentrum mit Unterkünften für Straßenkinder, Sanitäreinrichtungen, verschiedene Werkstätten zur Herstellung von touristischen Artikeln und auch eine kleine Landwirtschaft zur Selbstversorgung entstehen.

Der Aufbau des Jugendzentrums soll zusammen mit den Straßenkindern erfolgen. Mit dem Selbstaufbau sind die Kinder und Jugendlichen einerseits voll beschäftigt und damit von der Straße, andererseits werden alle ihr eigenes Werk wertschätzen und pfleglich behandeln.

Während der dritten Reise im August und September 2015 wurde ein erster Schritt umgesetzt. In Arusha wurde ein Acker angemietet und mit der Landwirtschaft begonnen. Die ersten 2.000 Kilogramm Bohnen konnten bereits geerntet werden.
Zur Realisierung der beiden Hilfsprojekte werden dringend Sponsoren gesucht, die den Verein mit Geldmitteln und ein Spediteur, der den Verein bei der nächsten Containerverschiffung unterstützen können.

Für die Hilfslieferung nach The Gambia werden außerdem Sachspenden wie Rollstühle und Krücken für Behinderte sowie ausgediente Laptops, Computer und auch Handys für die Ausstattung von weiteren Schulen gesucht – der Verein bittet, nur voll funktionsfähige Geräte zu spenden. „Ganz toll wäre es, wenn ein zweiter Schulbus nach The Gambia verschifft und dort in Betrieb genommen werden könnte“, so die Vereinsmitglieder weiter.

Außerdem wird dringend ein sicherer Stellplatz für einen 40 Fuß-Container oder ein großer Lagerraum in Hilden als Sammelstelle für die Sachspenden gesucht, wo die Hilfsgüter bis zur Verschiffung zwischengelagert werden können.

Wer sich über den Verein und sein Engagement in Afrika informieren oder helfen möchte, ist eingeladen die Webseite zu besuchen: www.hilfe-fuer-afrika-hilden.weebly.com .
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