IHK-Umfrage: Noch bessere Noten für Hilden

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Gute Noten für den Einkaufsstandort Hilden gab es in der aktuellen Umfrage der IHK. (Foto: Michael de Clerque/WA-Archiv)

Was und wie wird in Hilden eingekauft? Was schätzen Kunden und Geschäftsleute an der Itterstadt, wo gibt es Verbesserungspotential? Die Industrie- und Handelskammer Düsseldorf (IHK) führte Umfragen durch. Das Ergebnis: Die Noten für Hilden haben sich gegenüber 2012 noch einmal verbessert. Gleichzeitig sieht die IHK in einigen Punkten noch Potential nach oben.

„Der Einkaufsstandort ist bei unserer aktuellen Umfrage unter 115 Kaufleuten und 300 Passanten noch besser bewertet worden als vor fünf Jahren“, freut sich Dr. Ulrich Hardt, stellvertretender Geschäftsführer der Abteilung Handel, Dienstleistung, Regionalwirtschaft und Verkehr der IHK Düsseldorf. Danach gaben Passanten der Itterstadt die Schulnote 1,9 (2012: 2,2), die Geschäftsleute bewerteten sie mit 2,0 (2012: 2,3).

Gut: Branchenmix, zentrale Lage, Verkehrsanbindung

Insbesondere der Branchenmix, die zentrale Lage, die verkehrliche Anbindung und die Atmosphäre werden von Passanten und Geschäftsleuten gleichermaßen geschätzt. Erfreulich: Die Besucher kommen nicht nur häufiger in die Stadtmitte, sie geben darüber hinaus pro Einkauf auch mehr aus (33,12 Euro) als 2012 (26,72 Euro). So hat sich die Geschäftslage bei 39 Prozent der befragten Unternehmen in den letzten fünf Jahren weiter verbessert. Fast neun von zehn Händlern wollen dem Standort Hilden daher weiter die Treue halten.

Weiterer Pluspunkt: Die Passanten vermissen kaum noch Warenangebote. „Mit der Eröffnung des Itterkarrees konnten wir das Sortiment deutlich erweitern, etwa um die gefragte Unterhaltungselektronik“, erklärt Norbert Danscheidt, Beigeordneter der Stadt. Auch die Geschäftsleute zeigten sich mit dem Branchenmix grundsätzlich zufrieden, es fehlt ihnen aber immer noch an Angeboten bekannter Modelabels und Systemgastronomie.

"Dringender Handlungsbedarf"

Trotz des hohen Stammkundenanteils kaufen 80 Prozent der befragten Passanten auch online ein. Das stellt eine zunehmende Herausforderung für den stationären Einzelhandel mit dringendem Handlungsbedarf dar, denn 43 Prozent der Hildener Händler (vorwiegend kleinere und mittlere Unternehmen) haben bisher noch nicht auf die zunehmende Internet/Onlinenutzung ihrer Kunden reagiert.

„Damit müssen sie in Zukunft mit deutlichen Umsatzeinbußen rechnen, die im schlimmsten Fall auch zur Geschäftsaufgabe führen können“, warnt Hardt. Nur 51 Prozent der Geschäftsleute stellten bereits die Weichen für die Zukunft, etwa mit einem eigenen Shop (81 Prozent) und wiederum 83 Prozent von ihnen setzten zusätzlich auf ein erweitertes Serviceangebot.

Wie vor fünf Jahren kritisierten die Passanten erneut die Sicherheitslage. „Stadtverwaltung und Polizei arbeiten in einer Ordnungspartnerschaft daran, dem entgegen zu wirken,“ so Norbert Danscheidt. Auf der „Mängelliste“ der Geschäftsleute rangieren ganz oben die zu hohen Parkplatzgebühren. Sie wünschen sich von der Stadt eine deutliche Senkung der Gebühren beziehungsweise kostenlose Stellplätze.

Empfehlungen der IHK

Fazit: Die IHK empfiehlt den Händlern, die zunehmende Nutzung des Internets noch stärker im Blick zu haben und mit entsprechenden Angeboten schnellstens darauf zu reagieren. Sowohl das finanzielle als auch das persönliche Engagement in den Werbegemeinschaften und im Stadtmarketing sei noch ausbaufähig.

„Hilfreich wäre darüber hinaus, wenn die Stadtmarketing GmbH bei Neuvermietungen Hauseigentümer, Makler und interessierte Unternehmen darauf hinweist, welche Angebote im Hildener Branchenmix noch fehlen“, so Dr. Ulrich Hardt.

Der Stadt gibt die IHK mit auf den Weg, die Parkraumbewirtschaftung kundenfreundlicher zu gestalten, die Gespräche mit der Ordnungspartnerschaft fortzusetzen sowie unter anderem weitere Sitzgelegenheiten in der Innenstadt anzubieten, um die Verweildauer weiter zu erhöhen.
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