Ausbildung zum Rettungstaucher

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Tauchgänge gehören ebenso wie Theoriestunden zur Ausbildung zum Rettungstaucher. (Foto: Stadt Hilden)

Im Oktober ist es soweit: vier Feuerwehrmänner werden die Prüfung zum Rettungstaucher ablegen und die Hildener Staffel ehrenamtlich unterstützen. Bis dahin stehen aber noch einige Tauchgänge und Theoriestunden bevor.

260 Zeitstunden insgesamt dauert die Ausbildung. Geübt wird abends nach der Arbeit im Hildorado, im Waldbad oder im „Haus- und Hofgewässer“ der Hildener Feuerwehr, dem Elbsee.

Dabei lernen die angehenden Taucher nicht nur, wie sie im Wasser auf- und absteigen, sondern auch wie sie sich ohne Worte verständigen, Menschen und Tiere retten oder bergen. Auf dem Lehrplan stehen außerdem Gerätekunde, Physik und Tauchmedizin. "Als Rettungstaucher musst du dich zur Not auch ‚blind‘ unter Wasser zurechtfinden, vor allem, wenn der Boden aufgewühlt ist“, berichtet Walter Janeck. „Eine Lampe nutzt in dem Fall genauso wenig wie das Auto-Fernlicht bei Nebel.“

„Wir wurden schon aus den unterschiedlichsten Gründen zum Einsatz gerufen“, berichtet Christian Funck. „Wegen verschollener Personen, Autos, Diebesgut und sogar wegen einer Mordwaffe.“ Letztere entpuppte sich bei Ankunft am Tatort als Gerüstrohr. „Bis das gefunden war, hatten wir schon so viele Fahrräder und Verkehrsschilder aus dem See geholt, dass der Bauhof für den Abtransport kommen musste.“

Insgesamt 13 Mitglieder zählt die Hildener Taucherstaffel. Sie ist zuständig für den gesamten Kreis Mettmann und arbeitet eng mit den Düsseldorfer Kollegen zusammen. „Es wird immer schwerer, Nachwuchs zu finden“, bedauert Wachleiter Hans-Jürgen Lierenfeld. Er unterrichtet seit 2005 als Tauchlehrer bei der Feuerwehr Hilden und weiß: „Die ehrenamtliche Tätigkeit verlangt neben sehr viel Zeit auch großes Engagement und starke Nerven.“ Aber man bekomme auch viel zurück: eine sinnvolle Tätigkeit und eine großartige Gemeinschaft.
Alle Informationen rund um die Freiwillige Feuerwehr gibt es auf der Homepage der Stadt Hilden.
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