Wie wird die Hildener Innenstadt attraktiver?

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Hilden (WK). Stadtmarketing, Immobilieneigentümer, Einzelhändler, die Industrie- und Handelskammer und die Kirchengemeinden, Vereine wie der Allgemeine Deutsche Fahrradclub und soziale Verbände wurden bereits gefragt - jetzt bittet die Stadt die Bürger um ihre persönliche Meinung: Was gefällt - oder missfällt - Ihnen an der Innenstadt? Welche Ideen haben Sie, damit Mittelstraße und Umgebung attraktiver werden? Was darf sich wiederum nicht ändern, woran sollte man unbedingt festhalten?
„Zukunftspläne für die Stadt sollen eben nicht im stillen Kämmerlein, sondern mit allen Beteiligten geschmiedet werden“, meint Bürgermeister Horst Thiele und lädt alle Interessierten deshalb am Donnerstag, 21. Februar, 18 Uhr, in die Aula des Helmholtz-Gymnasiums im Holterhöfchen-Schulzentrum zur ersten Stadtkonferenz ein. Entstehen soll dabei ein Katalog mit (realisierbaren) Wünschen, wie man‘s nach Meinung der Bevölkerung besser machen könnte. Themen sind:
- Funktion beziehungsweise Entwicklung von Immobilien und Plätzen
- Gestaltung und Nutzung der Innenstadt und ihre Freiräume sowie Ideen für eine neue Beleuchtung
-Image und Angebote von Einzelhandel und Gastronomie
- Mobilität und bessere Erreichbarkeit der einzelnen Innenstadtbereiche
Die gewonnenen Erkenntnisse insgesamt, also auch der „Bürgerwunschzettel“ aus der kommenden Woche, fließen in das sogenannte „Integrierte Handlungskonzept für die Innenstadt Hildens“ ein. Hintergrund: Nach einem Ratsbeschluss im Dezember 2012 beauftragte die Stadt das Unternehmen „Büro Stadt- und Regionalplanung Dr. Jansen“ aus Köln und das „BüroStadtVerkehr“ aus Hilden, ein entsprechendes Konzept für die Standortoptimierung zu erarbeiten. „Die bisherigen Gespräche mit Fachleuten bereits haben viele positive Sichtweisen aufgezeigt, aber auch Mängel deutlich gemacht“, berichtet Ursula Mölders, Geschäftsführerin des Büros Stadt- und Regionalplanung. „Gelobt wird die Zentralität - aber andere Städte wie Langenfeld hätten da aufgeholt. Eine hohe Urbanität und Erreichbarkeit sei zwar gewährleistet - aber es fehle sowohl an einem moderneren Erscheinungsbild als auch mancherorts an problemlosen Straßenquerungen für Fußgänger und Radfahrer. Kritisiert wird zum Beispiel auch der gegenwärtige Zustand des Fritz-Gressard-Platzes mit seinem Steinhäuser-Zentrum und der Gabelung, die Gestaltung des Warrington-Platzes und der Zugang zum Bahnhof sowie das Schattendasein des schönen Stadtparks.“ Grundsätzlich müsse eine größere Erlebniskultur geschaffen werden. „Damit die Leute in der Stadt hängen bleiben und Hilden seinen Status als im Kreis überragende Einkaufsstadt behält und ausbaut“, so Ursula Mölders. „Attraktive Angebote für Familien sind ebenso wichtig wie mehr Grün und die Einbeziehung der unmittelbaren Innenstadtrandgebiete“, gibt Jean-Marc Stuhm, Geschäftsführer von „BüroStadtVerkehr“, einige Beispiele für Verbesserungen.
Wie werden Wünsche dieser Art wahr? „Die Stadt Hilden ist immer noch finanziell gut aufgestellt - und die richtigen Investitionen in einen guten Standort rechnen sich außerdem nachhaltig“, sagt Bürgermeister Horst Thiele aus Erfahrung. Über die Höhe des erforderlichen Betrages wollte er indes bei der Pressekonferenz im Rathaus am vergangenen Mittwoch keine konkreten Angaben machen. Die Verwaltung setzt dabei jedenfalls auch auf das aktuelle Städtebauförderungsprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ der Bezirksregierung Düsseldorf, das 50 Prozent der Kosten finanzieren könnte. Bis spätestens Ende Juni dieses Jahres muss der Hildener Förderantrag, verbunden mit einem schlüssigen Handlungskonzept, gestellt sein. Bei einer positiven Zusage sollen erste Maßnahmen aus dem Konzept bereits 2014 umgesetzt werden.
Weil der Termin schon naherückt, hat sich die Verwaltung ein straffes Zeitlimit gesetzt, um das Handlungskonzept unter Dach und Fach zu haben: Die Ergebnisse der ersten Stadtkonferenz in der nächsten Woche und die bisher eingeholten Expertenmeinungen sollen aufgearbeitet in einer weiteren Stadtkonferenz am 11. April öffentlich vorgestellt und diskutiert werden. In einer abschließenden dritten Veranstaltung am 23. Mai präsentieren die Verantwortlichen dann ein Gesamthandlungskonzept. Der Stadtentwicklungsausschuss berät anschließend das Ganze, bevor der Rat die Beschlussfassung politisch bindend festlegt.
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