Freude über Neuanschaffungen: Stiftung unterstützt St. Josefs Krankenhaus

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Oberärztin Dr. Britta Sichelschmidt-Brux demonstriert auf der Gynäkologie des St. Josefs Krankenhauses, wie der urodynamische Messplatz funktioniert. Mit auf dem Foto sind Wolf.-E. Uckermann, Vorsitzender des Kuratoriums der Matthias-Brock-Stiftung, Krankenhaus-Direktorin Monika Felkl, Martin Lindemann, Vorstand Matthias-Brock-Stiftung und Chefarzt Krystian Kuboth. (Foto: Stephan Köhlen)

Die Matthias-Brock-Stiftung unterstützt erneut das St. Josefs Krankenhaus: Mit der Zuwendung von insgesamt 136.000 Euro wurden unter anderem ein Patientenlifter und ein urodynamischer Messplatz zur Untersuchung von Harninkontinenz angeschafft.

„Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung“, sagt Monika Felkl, Krankenhaus-Direktorin des St. Josefs Krankenhaus. Zumal die Landesmittel immer weniger würden.

Die Matthias-Brock-Stiftung unterstützt seit vielen Jahren die Hildener Klinik. Aus den Ausschüttungen 2013 stellte sie 136.000 Euro dem Krankenhaus zur Verfügung. Ein Teil dieses Geldes wurde in einen Patientenlifter investiert.

„Unsere Patienten werden immer älter, unbeweglicher und schwergewichtiger“, sagt Pflegedirektor Laurentius Beule. „Der Patientenlifter bedeutet eine enorme Entlastung für die Mitarbeiter.“ Mithilfe des akkubetriebenen Geräts, das grob beschrieben aus einer Hängevorrichtung und einem Tragetuch besteht, können die Schwestern und Pfleger die Patienten vom Liegen in einen Rollstuhl, Sessel oder speziellen Pflegestuhl heben.

Die Patienten können so ein Stück weit am Alltag teilnehmen, während gleichzeitig die Rücken der Pflegekräfte entlastet werden. Der neue Patientenlifter wird da eingesetzt, wo er gebraucht wird – von der Station für Innere Medizin bis hin zur Intensivstation.

Für die gynäkologische Station wurde aus den Stiftungsmitteln zudem ein urodynamischer Messplatz angeschafft. Mit dem Gerät kann bei Harninkontinenz untersucht werden, was die Ursache ist – und so kann anschließend auch die passende Behandlungsmethode ausgewählt werden. „Das Gerät ist essentiell für unsere Arbeit“, freut sich Krystian Kuboth, Chefarzt Allgemeine Gynäkologie und Geburtshilfe, über das neue Gerät.

Harninkontinenz ist ein intimes, unangenehmes Problem. Viele Betroffene erzählen es nicht ihrem Arzt, sondern versuchen, alleine damit zurechtzukommen. Unternehmungen außer Haus werden eingeschränkt, die Lebensqualität sinkt. „Dabei kann vielen mit einer relativ leichten und einfachen Operation geholfen werden“, sagt Felkl. Und nicht jeder muss operiert werden.

„Wenn bei der Untersuchung klar wird, dass die Speicherfunktion der Blase gestört ist – was bei älteren Frauen meist der Fall ist – raten wir zu einer medikamentösen Behandlung“, erklärt Kuboth. Ist der Verschlussmechanismus nicht in Ordnung, werden zunächst alternative Methoden wie eine Stärkung der Beckenbodenmuskulatur angewandt, bevor operiert wird.

Meist sind es Frauen, die behandelt werden – bei ihnen ist durch schwächeres Bindegewebe und eine kürzere Harnröhre das Risiko einer Harninkontinenz erhöht. Absenkungen der Blase nach Schwangerschaft und Geburt ist ein weiterer Risikofaktor.

Der urodynamische Messplatz wird im Hildener Krankenhaus rund 340 Mal jährlich eingesetzt, in zehn bis 20 Prozent der Fälle wird zu einer Operation geraten. „Die Untersuchung ist schmerzlos – sie nimmt nur etwas Zeit in Anspruch“, sagt Kuboth.

Stiftung
- Die Matthias-Brock-Stiftung wurde 2001 vom Hildener Handwerksunternehmer Matthias Brock gegründet. Brock verstarb 2002.
- Ziel ist die Unterstützung von drei Hildener Einrichtungen: Dorotheenpark, das Städtische Seniorenzentrum Fliederweg und das St. Josefs Krankenhaus.
- Durch die Ausschüttungen der Stiftung wurden viele Anschaffungen im Krankenhaus möglich, zum Beispiel Ultraschallgeräte für die Innere Medizin und die Allgemein- und Viszeralchirurgie, Krankenhausbetten sowie Ausstattung für den Kreißsaal.
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