Faszination Klettern: Bergstation eröffnet im Januar

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Freuen sich auf die Eröffnung : Justin Bohn und Marcel Buchmann von der Bergstation sowie Christian Schwenger und Peter Heinze von der Wirtschafsförderung der Stadt Hilden (v.l.n.r.). (Foto: Michael de Clerque)
Hilden: Bergstation |

Noch laufen Bauarbeiter über blanken Beton. Noch sind die Gerüste der Kletterwände sichtbar. Aber in wenigen Wochen ist damit Schluss: Die Eröffnung des Kletter- und Boulderzentrums „Bergstation“ ist für Januar 2017 geplant.

„Jeder, der eine Leiter hoch- und runterkommt, schafft bei uns auch die einfachste Kletterwand“, sagt Gründer Justin Bohn, der zusammen mit Marcel Buchmann die „Bergstation“ inititiert hat. Kein Zweifel, beim Thema „Klettern“ gerät Bohn unweigerlich ins Schwärmen. „Es ist der perfekte Ausgleich zu einem Acht-Stunden-Tag. Bewegung, Konzentration, Körperspannung, Vertrauen zum Kletterpartner - Klettern ist einfach genial.“

Zweieinhalb Jahre ist es her, dass Buchmann, heute 25 Jahre, und Bohn, 30, ihr Vorhaben bei der Hildener Wirtschaftsförderung vorgestellt hatten. „Von Anfang an hat mich nicht nur die Dynamik der Beiden überzeugt“, erinnert sich Peter Heinze. Durchdacht und fundiert sei das Konzept der Gründer gewesen. Trotz des jungen Alters sei klar: „Grün hinter den Ohren ist keiner der beiden. Sie mussten viele Steine aus dem Weg räumen - ein 5-Millionen-Invest gilt es zu stemmen“, so der Leiter des Teams Wirtschaftsförderung weiter. Rund 50 Arbeitsplätze entstünden durch die Kletterhalle, freut man sich bei der Stadt Hilden.

Inzwischen sind an der Bahnhofsallee 35 Wände und das Dach der Kletterhalle fertig, innen ragen die Gerüste, an denen die Kletterwände befestigt werden, viele Meter hoch. Und auch die ersten Wandelemente sind montiert. Mit etwas Phantasie lässt sich schon erkennen, wo künftig das Café beziehungsweise Bistro mit Biergarten, Klettershop, Schulungs- und Multifunktionsräume untergebracht werden. Für den Außenbereich sind unter anderem ein Beachvolleyballplatz, Grillplatz und Slacklines geplant.

Kindergeburtstage, Junggesellenabschiede oder Kurse für Manager - die Zielgruppe ist breit. Das liege in der Natur der Sportart, ist Bohn überzeugt: „Unsere Zielgruppe beginnt ab sechs Jahren - und ist nach oben hin offen.“

Kooperationen mit Schulen sind geplant, die Gründer rechnen zudem mit einem Einzugsgebiet weit über Düsseldorf hinaus. Wichtig war ihnen bei der Standortwahl eine gute Anbindung - die hier in Hilden mit der S-Bahn bestens gegeben sei.
In ihrer ersten Ausbaustufe wird die Bergstation rund 2250 Quadratmeter Kletterfläche, davon 500 Quadratmeter Außenwand sowie 750 Quadratmeter Boulderfläche bieten - Bouldern ist Klettern in Absprunghöhe ohne Seil über einem Mattenboden. Die Hallenhöhe der Bergstation beträgt 20 Meter.

Möglichst viel Wandfläche zum Klettern zu nutzen, gleichzeitig für viel Licht sorgen - eine der Herausforderungen, die es für Architekt Timm Ballerstein zu lösen galt. Es scheint gelungen, schon die unfertige Bergstation wirkt hell und geräumig. „Sind die Kletterwände erst montiert, wird es ein kathedralen-ähnlicher Anblick“, schwärmt Ballerstein.

Möglichst viele Menschen im Umkreis für das Klettern und Bouldern zu begeistern, ist ein Ziel der beiden Gründer. „Unser zweites Herz schlägt für den Wettkampf- und Leistungssport“, sagt Bohn. Im Juni 2017 soll in der Bergstation der Deutsche Jugendcup im Sportklettern ausgerichtet werden. Auch im Leistungsbereich werde Klettern immer beliebter, so Bohn: 2020 ist Sportklettern Gastsportart der Olympischen Sommerspiele in Tokyo. Und die Bergstation erfülle bislang als einzige Kletterhalle in NRW die Kriterien für eine Trainingsstätte in den Kategorien „Lead“, „Bouldern“ und „Speed“.

Auch um die Nachwuchsförderung will man sich in Hilden besonders kümmern: Für Kinder ab sechs Jahren soll es Spaß- und Leistungsgruppen geben.
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