Vertrag unterzeichnet: Gemeinde Hünxe eröffnet Friedwald in den Testerbergen im Spätsommer

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Von links: Dr. Gerd Hagenguth (Thyssen Wald), Bürgermeister Dirk Buschmann und Matthias Laufer (Mitglied der Geschäftsleitung FriedWald GmbH). (Foto: Herbert)
Das beschauliche Hünxe geht neue, zeitgemäße Wege in Sachen Bestattungen: Im Rathaus wurden kürzlich die Kooperationsverträge für den künftigen "FriedWald Hünxe" unterzeichnet. Etwa im Spätsommer sollen dann am Lindhagenweg in den Testerbergen Urnenbestattungen möglich sein.

Für die Gemeinde Hünxe unterzeichnete Bürgermeister Dirk Buschmann, für die Thyssen Vermögensverwaltung als Waldbesitzerin Geschäftsführer Dr. Gerd Hagenguth und für die der FriedWald GmbH als Betreiberin deren Geschäftsleiter Matthias Laufer.

"Ein großer Wurf, der FriedWald ist zeitgemäß und wird deutlich nachgefragt. Wir wollen damit das Angebot auf Friedhöfen ergänzen", betonte Buschmann im Pressegespräch.

Jetzt kann das friedhofsrechtliche Genehmigungsverfahren für den FriedWald beginnen, der das einzige Areal mit dieser Art von Nutzung im Kreis Wesel und in der ganzen Region sein wird.

Nach dem Bewilligungsbescheid könnten im Spätsommer oder Herbst die ersten Urnenbestattungen im Wald am Südrand der Testerberge, zwischen Lindhagenweg und Sternweg, erfolgen. Das 44 Hektar große Areal, das zu einem FriedWald umgewidmet wird, besticht durch Artenvielfalt, beherbergt Laubbaumarten wie Buchen, Hainbuchen, Ahorne und Eichen.

Die forstliche Bewirtschaftung liegt im Verantwortungsbereich der Thyssen Vermögensverwaltung. Auch die "Betreuung" der Menschen im FriedWald soll von forst. Hünxes ehemaliger Bürgermeister Hermann Hansen hatte vor zwei Jahren die Diskussion zur Einrichtung einer Naturbestattung angestoßen, im Juni 2016 gab es unter Nachfolger Dirk Buschmann dazu im Rat den einstimmigen Beschluss.

Der jetzt geschlossene Vertrag gilt für 99 Jahre, die Gemeinde Hünxe ist mit drei Prozent am Gewinn beteiligt. Das Trinkwasserschutzgebiet bleibt aus der FriedWald-Fläche ausgeklammert, der Parkplatz am Lindhagenweg erhält eine mobile Toilette und eine kleine Andachtsstätte.

Der günstigste "Basisplatz" mit verkürzter Liegezeit kostet zwischen 490 und 1200 Euro (zuzüglich Beisetzungsgebühr und Namenstafe)l. Ein "Familienbaum" mit bis zu zehn Urnenstellen ist ab 3250 Euro (bis 6350 Euro) erhältlich.
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