Der Wirt mit Herz - Willi Nachtegaal wird 70!

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Willi Nachtegaal (Foto: Tüttelmann)

Willi Nachtegaal ist einer der letzten Wirte in Iserlohn, die seit mehr als drei Jahrzehnten hinter dem Zapfhahn stehen und gleichzeitig auch für eine abwechslungsreiche Speisenkarte verantwortlich zeichnen. „Wir bieten nur an, was wir können.“

Am Dienstag, 18. Juni, ist Willi Nachtegaal 70 Jahre alt geworden und hat im Kreis seiner Familie mit vielen Bekannten und noch mehr Freunden gefeiert. Der bekennende Schalke-Fan („seit meiner Kindheit“) kam 1971 nach Iserlohn und übernahm im damaligen Flake-Center (heute „real,-“-Markt) die Gastronomie. Im folgenden Jahr gefiel ihm die Nußberg-Traditions-Gaststätte „Café Hilbrand“. Zunächst pachtete er die Gaststätte, 1975 kaufte er sie.
In den Folgejahren entwickelte er das „Café Hilbrand“ zu einer Top-Adresse. Die deutsche Küche („Wie bei Muttern“) wird vom gebürtigen Holländer (18. Juli 1943 in Brummen) gepflegt und steht bei seiner Kundschaft ganz hoch im Kurs. Seine Sonntags-Mittagstische sind in der Regel ausgebucht. Hinzu kommt in den sogenannten offenen Monaten der lauschige Biergarten unter einem alten Baumbestand.

"Wie bei Muttern"

Das Café Hilbrand ist bei vielen Vereinen, Institutionen und Parteien beliebt, weil er auch zwei unterschiedlich große Räume für Versammlungen anbietet. „Ich bin zufrieden“, bilanziert er im 42. Jahr am Nußberg und im 56. Berufsjahr als Kneipier, „ich habe eine gute Stammkundschaft, die nicht nur im Umfeld vom Café Hilbrand wohnt.“
Willi Nachtegaal, der Gaststätte und Küche gleichermaßen mit Herz führt, sieht allerdings schon einen Wandel. „Es sind weniger junge Leute in der Gaststätte, und der Anteil an alkoholfreien Getränken hat zugenommen.“ Und wie lange dürfen seine Gäste noch mit dem frisch gezapften Bier und der deutschen Küche rechnen? „Mir geht es gesundheitlich gut, auch wenn mal das eine oder andere Wehwehchen zu beklagen ist. So drei bis vier Jahre möchte ich noch arbeiten.“
Seine Gäste werden diese Nachricht gewiss sehr gerne zur Kenntnis nehmen.

Text und Foto: Rainer Tüttelmann
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