Laborgespräch in der Fachhochschule Südwestfalen

Anzeige
Beim gemeinsamen Rundgang durch die Labore konnten sich die Unternehmen von der Leistungsfähigkeit heutiger Robotersysteme überzeugen und Kontakte knüpfen. (Foto: Fachhochschule Südwestfalen)

Zum dritten Laborgespräch des Transferverbundes Südwestfalen konnte Technologiescout Andreas Becker rund 40 Unternehmensvertreter in der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn begrüßen.

Im Mittelpunkt standen diesmal die Labore für Robotertechnik, Bildverarbeitung, Rechnergestützte Messdatenverarbeitung und Sensorik unter Leitung von Prof. Dr. Martin Venhaus.

Großes Interesse beim dritten Laborgespräch


„Eigentlich haben wir die Veranstaltungsreihe „Laborgespräche“ für einen kleinen Teilnehmerkreis ins Leben gerufen, damit sich Wirtschaft und Wissenschaft in einem persönlichen Rahmen im Labor treffen und austauschen können“, berichtete Becker. Beim dritten Laborgespräch aber mussten die Teilnehmer aufgrund des großen Interesses zunächst in einen Hörsaal ausweichen.

Neue Systeme verknüpfen und programmieren handelsübliche Teile


Prof. Martin Venhaus stellte den Unternehmensvertretern aktuelle Trends in der Robotik sowie eigene Entwicklungsarbeiten vor. „ An der Fachhochschule betreiben wir keine Grundlagenforschung, sondern beschäftigen uns mit anwendungsbezogener Entwicklung, die Ihnen direkt zu Gute kommt“, teilte Venhaus gleich zu Beginn den Unternehmensvertretern mit. „ Wir bauen hier keine neuen Roboter, sondern verwenden bekannte und handelsübliche Teile, die wir zu neuen Systemen verknüpfen und programmieren“. Hierzu zählt auch die Entwicklung eines mobilen Roboterarms, der sich selbständig zu wechselnden Einsatzorten begeben kann. Dafür wurde im Rahmen von Praktika und Bachelorarbeiten ein 6-Achs-Leichtbauroboter auf einer autonomen Plattform installiert und durch eine Bildverarbeitung ergänzt. „In dieser Entwicklung finden sich alle aktuellen Trends in der Robotik wieder“, erklärte Venhaus. Dazu zählen für ihn unter anderem eine benutzerfreundliche Bedienung und Programmierung, die Entwicklung hin zu Servicerobotern und die Mensch-Maschine-Interaktion: „Die Roboter haben mittlerweile die Schutzzäune verlassen und arbeiten mit Menschen Hand in Hand“. Auch wird die Robotertechnologie immer stärker in andere Produkte integriert. „Ich beobachte, dass die Trennung immer mehr verloren geht.

Sprach- und Gestenerkennung zukünftiges Thema

Ein gutes Beispiel ist das automatisierte Fahren“, berichtete Venhaus. Zukünftig will man an der Fachhochschule an der Sprach- und Gestenerkennung bei Robotern arbeiten. Auch die 3D-Bildverarbeitung und die Smartphone-Anbindung wird ein Thema sein. „Und nicht zuletzt möchten wir unseren Robotern Gefühle beibringen“, hofft Venhaus auf eine noch bessere Mensch-Maschine Interaktion.
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.