ZWEI PUERTORICANISCHE SELIGE

Anzeige
Der Selige Carlos Manuel Rodriguez Santiago (1918-1963)
Der Selige Carlos Manuel Rodriguez Santiago (1918-1963)
2001 durch Papst Johannes Paul II seliggesprochen

Puerto Ricos erster Heiliger wird wohl ein Laie werden. Er war der ältere Bruder des José M. Rodríguez Santiago, dem ersten Abt der Abtei San Antonio Abad, Humacao, Puerto Rico.

Carlos Manuel („Charlie“) war zwar ein Laie, diente aber mit Hingabe seiner Kirche als Katechist und Chorleiter. Vor allem jedoch war er ein unermüdlicher Pionier und Patron der liturgischen Bewegung in Puerto Rico.

Der ehrwürdige Carlos Manuel lebte ein zutiefst christliches Leben als Laie und starb mit der Gnade, an Gottes Leiden und Auferstehung teilgenommen zu haben. Auch er ging durch die „Dunkle Nacht der Seele“ des heiligen Johannes vom Kreuz, und fand so schließlich zu Gott.



Der Selige Rafael Cordero Molina (1790-1868)
2013 durch Papst Franziskus seliggesprochen

Im Dezember unter-schrieb Papst Franziskus ein Dekret des Inhalts, daß Rafael Cordero Molina, auch als „Vater der puertoricanischen öffent-lichen Bildung“ bekannt, die christlichen Tugenden heldenhaft gelebt hatte, und daher ehrwürdig sei.

„Maestro Rafaél“, wie er auf der Insel genannt wird, wurde so der zweite Puertoricaner nach Carlos Manuel Rodríguez Santiago, der für eine Heiligsprechung in Frage kommt.

Cordero hatte afrikanische Wurzeln. Sein Großvater war ein Sklave, der eine freigelassene Schwarze geheiratet hatte. Cordero wurde im Jahre 1790 in San Juan geboren und starb dort 1868. In einer spanischen Kolonie, in der Bildung für Sklaven verboten war, öffnete er im Alter von 20 Jahren sein Haus für Kinder aller Rassen als Schule ohne Schulgeld. Er sagte, er verfolge damit zwei Absichten: Erstens, die Bildung, die er von seinen Eltern bekommen hatte, an seine schwarzen Mitbürger weiterzugeben, und zweitens, seine Arbeit ganz seinen tiefen Christlichen Werten zu widmen.

An einem durchschnittlichen Schultag lehrte er Katechismus, Glaube, Moralität und besondere Gebete. Die Atmosphäre wurde mit Bildern unserer Jungfrau von Karmel und dem heiligen Antonius von Padua, den er als seinen persönlichen Schutzpatron annahm, und einem großen Kruzifix an der Wand verstärkt.

Dabei war er sehr bescheiden. Ein Kirchendokument zitiert ihn mit den Worten: „Ich schreibe nichts in diesem Leben, weil ich heute nicht an das erinnern möchte, was ich gestern getan habe.“
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.