Patrick Glowka parierte fünf Strafstöße

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1. Bundesliga, 1. Spiel: RSC Darmstadt - ERG Iserlohn 1:4 (1:3)


(tg) „Wir haben drei Punkte, ich bin zufrieden!“, zog Iserlohns Trainer Jens Behrendt einen schnellen Schlussstrich unter sein Debüt in der alten Heimat. Er sah zwar durchaus, dass es hier und da noch Schwachpunkte im Zusammenspiel gab, doch alles in allem überzeugte die Vorstellung seiner Mannen. Einzig in puncto Zweikampfverhalten gab es Kritik: „Da müssen wir in einigen Situationen einfach cleverer agieren!“


Aber Jens Behrendt zeigte sich auch selbstkritisch, insbesondere im Zusammenhang mit der Roten Karte gegen André Costa. „Ich hatte gemerkt, dass er auf 180 ist, wollte ihn auch auswechseln, dann aber zu lange damit gezögert.“ Damit wollte er keineswegs die verbale Entgleisung seines Spielers entschuldigen („Jeder ist in diesem Punkt für sich selbst verantwortlich!“), sondern vielmehr betonen, dass er eher hätte schützend eingreifen können.

Ansonsten war der ERGI-Trainer aber zufrieden mit dem Gesehenen, zumal er jetzt weiß, woran es in den kommenden Wochen noch zu feilen gilt. Der Mann des Tages war nicht nur für Jens Behrendt schnell gefunden: Patrick Glowka. Fünf gegnerische Strafstöße wehrte der Schlussmann des deutschen Meisters aus Iserlohn ab, hielt seinen Kasten überragend sauber – und damit den Auftaktsieg des Titelverteidigers fest. Der offenbarte in Darmstadt noch einige Schwächen, welche von den Hessen allerdings nicht genutzt werden konnten.

Jorge Fonseca legte nach einer Starten Startsequenz in der 7. Minute die Basis für den ERG-Sieg, der Treffer verlieh den Sauerländern zudem die nötige Souveränität, um die Partie in der Folge zu kontrollieren. Auch die blaue Karte gegen Sergio Pereira (14.) änderte daran nicht, da sich auf der Gegenseite Felix Bender nur Sekunden darauf ebenfalls eine Zeitstrafe einhandelt – wobei hüben wie drüben die fälligen Strafstöße ungenutzt blieben. Mit dem vermehrten Raum auf dem Feld kamen die Iserlohner jedoch deutlich besser zurecht, Carlos Nuñez entwischte und schloss zum 2:0 ab (16.).

Darmstadt versuchte über Kampf ins Spiel zu kommen, sammelte dabei aber nur fleißig Teamfouls, sodass schon nach 22 Minuten das zehnte zu Buche schlug. Ein Fall für Sebastian Glowka, dessen Strafstoß unhaltbar zum 3:0 einschlug. Allerdings hatte nach dem Foulpfiff ERG-Recke Andre Costa für eine verbale Entgleisung die Rote Karte gesehen, weshalb die Iserlohner nun in Unterzahl weiterspielen mussten, was Felix Bender Sekunden vor der Pause zum 1:3-Anschlusstreffer nutzte.

Damit konnten die Gäste nach dem Seitenwechsel also wieder in Vollbesetzung auflaufen und zeigten dabei ihre ganze Klasse: Die Kugel war kaum freigegeben, da zappelte sie auch schon im RSC-Tornetz. Sergio Pereira hatte knallhart abgezogen. Dass dies schon der letzte Treffer des Spiels war, lag im weiteren Verlauf an den guten Schlussmännern, wobei Nationalkeeper Patrick Glowka besonders hervorstach, da er alleine in den letzten zehn Minuten drei Strafstöße abwehrte und somit den ERG-Vorsprung sicherte. Aber auch sein Gegenüber Philip Leyer, der ja ebenfalls bei der jüngsten EM im DRIV-Tor stand, zeichnete sich in der Endphase unter anderem durch zwei Direkten-Paraden aus und hielt die Partie damit spannend.

RSC Darmstadt: P. Leyer, N. Schröter; F. Bender (1), P. Wagner, M. Becker, M. Hack, F. Schröter, M. Behnke, A. Andrade. - ERG Iserlohn: P. Glowka, T. Sato; C. Nuñez (1), N. Hilbertz, K. Milewski, S. Glowka (1), J. Fonseca (1), S. Pereira (1), T. Henke, A. Costa. - Schiedsrichter: S. Goldhausen / M. Brosien.

Torfolge: 0:1 (7.) J. Fonseca, 0:2 (16./3 gegen 3) C. Nunez, 0:3 (22./Direkter) S. Glowka, 1:3 (25./Überzahl) F. Bender, 1:4 (26.) S. Pereira. - Zeitstrafen: Darmstadt 4 min (F. Bender/15. – A. Andrade/45.) - Iserlohn 4 min (S. Pereira/14. + 45.). - Rote Karte: A. Costa (22.). - Teamfouls: Darmstadt 16 – Iserlohn 15.
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