SPD erfuhr: Kompost wird an Landwirte verschenkt

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Unlängst besuchte im Rahmen der Reihe „Vorwärts Kalkar“ die SPD Kalkar das Kompostwerk der Firma Schönmackers in Goch

.Auch interessierte Bürger wollten es sich nicht entgehen lassen, vor Ort die Verarbeitung des Biotonneninhalts in Augenschein zu nehmen und den Verarbeitungsprozess im Detail kennen zu lernen.

Nach einigen Vorweginformationen durch den Betriebsleiter, Wolfgang Niehoff, ging es in die Produktionsstätte - erster Eindruck: kaum Geruchsbelästigungen, die der ausgefeilten Belüftungstechnik in der Halle zu verdanken waren.Erste Überraschung: was Bürger im Kreis Kleve alles missbräuchlich über die Biotonne entsorgen! Schrott, Steine, Haus- und Plastikmüll ließen den beiden Mitarbeitern am Sortierband keine Zeit zum Verschnaufen, bedauerlich, dass laut Angaben der Betriebsführung dieser Anteil noch steigt!

Die vorsortierten Abfälle werden anschließend zerkleinert, per Magnet wird noch vorhandenes Metall entfernt, anschließend erfolgt in der Rottehalle Kompostierung, dabei wird das Rottematerial automatisch mehrfach umgesetzt und permanent mit Sauerstoff versorgt.Das Endprodukt wird schon nach ca. 6 Wochen der Feinaufbereitung zugeführt und der Kompost, je nach späterem Nutzungszweck, in verschiedenen Korngrößen gesiebt.

Beim anschließenden Kaffee wurde die Möglichkeit zum Informationsaustausch rege genutzt und das gesetzte Zeitlimit deutlich überzogen.Mit Verwunderung registrierte die Besuchergruppe, dass der kleine Endverbraucher und Selbstabholer den Kompost seiner Wahl bezahlt, den Landwirten das Gros des anfallenden Komposts jedoch kostenfrei auf den Acker geliefert wird, wobei der Anteil der auf die Landwirtschaft entfallenden Menge ca. 90% der gesamten Jahresproduktion von knapp 180000 Tonnen ausmacht.Nicht überraschend daher das Fazit des Fraktionsvorsitzenden Jochem Reinkens, dass das Motto der Firma „Heute für morgen sorgen“ unter diesem Aspekt Anlass zum Nachdenken gibt, zumal andernorts die energetische Verwertung biogener Abfälle bereits mit Erfolg technologisch erprobt wird.Insgesamt aber blieb der Eindruck einer gelungenen Veranstaltung, was der Vorsitzende des Ortsvereins, Marco van de Löcht, ausdrücklich in seinen Dankesworten für die instruktive Führung betonte.
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