Auf Streife mit der "Müllpolizei": Kontrollen wirken!

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Plastik gehört nicht in die Biotonne - das weiß doch eigentlich jedes Kind, oder? Fotos (2): privat

Gute Vorsätze für´s neue Jahr? - Hier wäre einer: Denn seit Anfang November werden in Kamen die Biotonnen von Mitarbeitern der GWA kontrolliert (wir berichteten). Mit dem ersten Zwischenergebnis ist die Kamener Stadtverwaltung zufrieden, denn nach ersten "Sanktionen", hat sich die Sortiersorgfalt der Bürger deutlich verbessert.

"Die Kontrollen der Biotonnen ist notwendig geworden, da der Bioabfall wegen falscher Sortierung in den letzten Monaten oft nur als Restmüll entsorgt werden konnte", erklärt GWA-Pressesprecher Andreas Hellmig. "Zudem steigen die Qualitätsanforderungen an dem Endprodukt Kompost zum Jahreswechsel durch eine bundesweit gültige Verordnung deutlich an."
Die Folge: Wenn nicht gut vorsortiert wird, bleibt nur die Verbrennung von Bioabfällen. Und dies sei ausgesprochen unökologisch, da die Entsorgung in der Müllverbrennungsanlage deutlich teurer als die Kompostierung im GWA-Werk sei. Der Müllexperte dazu: "Denn so entstehen unnötig hohe Zusatzkosten, die letztendlich von allen zu tragen sind; also auch von denen, die ihre Biotonne richtig befüllen."
Die bisherigen Kontrollen in den benachtbarten Kreiskommunen zeigten eine positive Wirkung, so dass die "Müllpolizei" auch in Kamen auf Streife gehen wollte. Seitdem wurden hier rund 10.000 Biotonnen unter die Lupe genommen und davon elf Prozent zur Nachsortierung stehen gelassen.
Vor allem Plastiktüten, oft gefüllt mit Restmüll, aber auch Katzenstreu, Babywindeln oder Verpackungsabfälle und Ähnliches wurden bemängelt.
Doch der Erfolg stellte sich schon bald ein. Bei der dritten Kontrolle gab es fast 40 Prozent weniger von der "Müllpolizei" zu beanstanden. Der Anteil des Restmülls in der Biotonne ging spürbar zurück.
Übrigens, die Kontrollen sollen auch im neuen Jahr fortgesetzt werden.
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