Was tun, wenn Sohnemann mal muss?

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Im Notfall dient die Mitarbeiter-Toilette von Wilhelm Lohmann als Kunden-WC. (Foto: Volkmer)

Wenn ein kleines Kind plötzlich mal muss, kann das problematisch werden. Vor allem, wenn dies mitten in einem Geschäft der Fall ist. Denis A. aus Bergkamen berichtet im Internet, dass sein dreijähriger Sohn in der Drogerie Rossmann einer Verkäuferin sagte, er müsse nötig zur Toilette. Die Antwort sei gewesen, dass es keine Toilette gebe. Erst nach einer Tour durch mehrere Geschäfte hätte sein Sohn die Möglichkeit bekommen, sich zu erleichtern.

Ist es wirklich so, dass Kinder sich unterwegs den Toilettengang verkneifen müssen? Die Geschäftsleute in Bergkamen sind sich einig: Nein. „Wir haben zwar keine öffentliche Toilette“, erklärt Benno Kroes jun. vom Modegeschäft Kroes. „Wir verwehren aber keinem Kunden den Gang zum WC, Kindern erst recht nicht.“ Ähnlich sieht es Wilhelm Lohmann vom gleichnamigen Reformhaus. „Im Notfall können unsere Kunden die Toilette nutzen.“ Auch Daniel Kolitsch von Rewe schließt sich dieser Meinung an: „Wir haben für Kunden immer den Schlüssel an der Kasse.“

Auch Rossmann schließt sich dieser Meinung an. Die stellvertretende Filialleiterin Nadine Skudnig kann sich auf Nachfrage nicht an das Ereignis erinnern. „Da wir keine Kundentoilette haben, geht immer jemand von uns mit, wenn ein Kunde mal muss. Es ist möglich, dass es um die Zeit sehr voll war und die Verkäuferin keine Zeit hatte“, sagt sie. „Generell ist das aber bei uns möglich, vor allem bei Kindern, Schwangeren oder älteren Leuten“, versichert sie.

Im Notfall gibt es die Möglichkeit, die öffentliche Toilette beim Rewe-Getränkeshop zu nutzen. „Eine weitere befindet sich in der Eisdiele an der Präsidentenstraße“, so Lohmann.
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