"Sperrung einzige Lösung": Anwohner des Bergkamener Lindenwegs verärgert über Raser

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Die Anwohner des Lindenwegs haben einen Antrag zur Sperrung ihrer Straße eingereicht, da sie ein großes Problem mit Rasern haben. (Foto: privat)
Kamen: Stadtspiegel |

Seit einigen Jahren haben die Anwohner des Lindenwegs in Bergkamen ein Problem: In ihrer Straße sind regelmäßig Raser unterwegs. Jetzt hat eine Initiative einen Antrag zur Sperrung des Lindenwegs eingereicht.

Die Anwohner haben eine Liste mit 73 Unterschriften an Bürgermeister Roland Schäfer überreicht, in der sie beantragen, dass der Lindenweg in Weddinghofen zwischen Hausnummer eins und 13 für den Durchgangsverkehr gesperrt wird.

„Ich wohne seit vier Jahren hier. Seitdem sind regelmäßig viele Autofahrer zu schnell unterwegs“, erklärt Anwohner Sebastian Burkert. „Nachbarn haben erzählt, dass dies bereits seit 2008 so ist, seitdem die Straße erneuert wurde.“ Die Straße hat im Laufe der Jahre stark unter den Schnellfahrern gelitten. „Das Straßenpflaster klackert inzwischen an vielen Stellen. Es gibt schon relativ breite Spalten, ein Fahrradreifen könnte drin stecken bleiben. Auch der Geräuschpegel ist sehr hoch“, beschreibt Burkert. „Die Straße ist gerade und hat keine Hindernisse. Allerdings ist sie auch relativ eng, so dass zwei Autos nur langsam aneinander vorbeifahren können.“ Ausweichbuchten helfen nur wenig. In der Nähe gibt es drei Kindergärten und die Pfalzschule, weshalb viele Kinder im Lindenweg unterwegs sind, der zudem eine Spielstraße ist. „Leider können hier keine Kinder auf der Straße spielen. Fußgänger sind beim Überqueren der Straße sehr gefährdet. Es kam schon zu vielen Beinahe-Unfällen“, so Burkert.

Die Stadt hat bisher nur wenig gemacht, bedauert Burkert. Die Straße wurde zwar als Spielstraße deklariert, in der Hoffnung, dass die Autofahrer dann ihre Geschwindigkeit drosseln. „Dem war nicht so.“ Hin und wieder habe zusätzlich die Polizei kontrolliert. „Es gab auch schon Blechschäden, bei denen es zum Glück geblieben ist.“ Viele Autofahrer wissen gar nicht, dass es sich um eine Spielstraße mit entsprechender Geschwindigkeitsbegrenzung handelt, andere ignorieren es einfach“, vermutet Burkert. „Eigentlich ist es eine Anliegerstraße, zumindest wenn man von der Töddinghauser Straße kommt. Fährt man von der Schulstraße in den Lindenweg, so fehlt die ‚Anlieger frei’-Beschilderung“. „Die Straße ist für die umliegenden Siedlungen ein Zubringer zur Autobahn. Die für die Masse an Verkehr konzipierten Hauptstraßen werden nicht genutzt, da es an den Ampeln zu Zeitverzögerungen kommt.“

Der Antrag der Anwohner wird vom Baudezernat bearbeitet, wozu unter anderem verschiedene Stellungnahmen, etwa von der Polizei, eingeholt werden. Danach wird der Bauausschuss über den Antrag diskutieren und eine Beschlussempfehlung an den Haupt- und Finanzausschuss aussprechen, der dann den endgültigen Entscheid bestimmen wird.
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