Ein Maler braucht nicht unbedingt mit einem Pinsel Darstellungen auf einen Leinwand zu schöpfen – eine neue Ausstellung im Katharinenhof in Kranenburg

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Kranenburg: Katharinenhof | Heute, einen Tag vor der Eröffnung der Ausstellung ‚‘Your Square ist my Circle – Your Circle is my Squaire‘ (Dein Quadrat ist mein Kreis – Dein Kreis ist mein Quadrat) im Katharinenhof in Kranenburg, hatte ich die Gelegenheit die Künstlerinnen Melanie Balsam-Parasole aus Essen und Karolin Schwab aus Berlin, die Ihre Kunstwerke ausstellen. kennen zu lernen und nachdem sie das letzte Kunstwerk an die Mauer befestigt hatten, mit beiden über ihre Arbeit zu reden.
2010 lernte der Klever Maler Willy Oster Melanie Balsam-Parasole im Projektraum 25 in Kleve kennen und 2014 Karoline Schwab in Artoll in Bedburg-Hau. Er wollte danach, dass beide Künstlerinnen, die einander noch nicht kannten, sich kennen lernten.
Die ersten Kontakte waren fernmündlich. Es stellte sich heraus, dass beide die Arbeit voneinander respektierten.
September 2015 trafen die beide Künstlerinnen und Willy Oster einander im Katharinenhof in Kranenburg. Oster zeigte den beiden Malerinnen die Ausstellungsräume im ersten Stock und bat sie, diese Räume auf sie einwirken zu lassen. Was sie dabei empfanden sollte die Quelle einer gemeinsamen Ausstellung werden. Beide waren davon überzeugt, dass in diesen großen Sälen nur eine bescheidene Zahl Kunstwerke ausgestellt werden sollte. Die beiden Künstlerinnen stellten fest, dass ihre Arbeiten sich inhaltlich überschnitten und eine Kooperation gut möglich war. Melanie Balsam-Parasole baut die Träger für die Farben. Es sind Körper, die sie mit Farben überzieht. Karoline Schwab hat den Kreis als Farbträger gewählt und bearbeitet die Form davon noch weiter. Der Platz der Kunstwerke ist nicht unbedingt die Wand, auch auf dem Fußboden, in einer Ecke und mehr können diese platziert werden.
Melanie Balsam-Parasol sagte: „Wir sind Malerinnen, auch wenn wir nicht den klassischen Bildträger benutzen.“ Rahmen und Leinwand brauchen nicht unbedingt viereckig zu sein. Sie können auch andere Formen haben und brauchen nicht unbedingt mit Farben bearbeitet zu werden. Sie können auch ohne Darstellungen eine Äußerung der Kunst sein. Wesentlich sind Form, Farbe und die Frage nach dem Bildträger. Beide Malerinnen haben versucht ihre Arbeiten zu einer neuen Einheit verschmelzen zu lassen.
Wenig Kunstwerken an einer Mauer gibt den Zuschauern die Gelegenheit sich auf die einzelnen Kunstwerken zu konzentrieren. Sie werden dabei nicht von anderen Kunstwerken abgelenkt.
In einem Ausstellungsraum konnten die Vitrinen, die da immer stehen, nicht entfernt werden. Diese störten die Kunstwerken, die darin ausgestellt werden sollten. Aus diesen Vitrinen machten beide Künstlerinnen eine neue Gestalt.
Es war ein interessantes Gespräch mit den beiden. Ich wünsche ihnen viel Erfolg bei ihrer Arbeit und hoffe, dass viele Leute ihre Ausstellung im Katharinenhof besuchen werden.
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