Neues zweisprachiges Buch über die Geschichte der Grenzregulierung 1816–1817

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In diesem Monat ist es genau 200 Jahre her, dass die letzten Grenzkorrekturen zwischen Deutschland und den Niederlanden stattfanden, die auf dem Wiener Kongress abgesprochen worden waren. Einer der Orte, die das Land wechselten, war Schenkenschanz. Dieses kleine Festungsdorf bildete vor gestern dann auch den passenden Rahmen für die Präsentation des Buches „Grenspassages / Grenzgänge“.

Der Historische Kring Huissen und der Geschichtsverein Emmerich haben diese Grenzregulierungen als Ausgangspunkt für die Zusammenstellung des zweisprachigen Buches “Grenzgänge – Das geldrisch-klevische Grenzgebiet vor und nach der Grenzregulierung von 1816-1817” genommen. Die beiden Vereine haben im Rahmen des People to People Projekts „Vereint Geschichte erleben“ in Kooperation mit einer Reihe anderer historischer Vereine aus der Region Liemers-Niederrhein Informationen zusammengetragen und Erfahrungen ausgetauscht. Das Ergebnis davon ist ein reich illustriertes Buch mit viel Wissenswertem und interessanten Geschichten. Aus der Stadt Kleve ist der Heimatverein Schenkenschanz am Projekt beteiligt.
Das Projekt „Vereint Geschichte erleben“ wird im Rahmen von People to People mit Mitteln aus dem EU-Programm INTERREG Deutschland-Nederland gefördert.
Klevische Exklaven in den Niederlanden bis 1816 waren die Städte Huissen – um Zölle auf Transport über den Rhein einzutreiben –, Zevenaar, Wehl und Ravenstein. Ravenstein liegt westlich von Gennep an der Maas im Provinz Noord-Brabant. Der Herr von Ravenstein Reinout van Valkenburg kämpfte 1397 in Kleverhamm gegen den Herzog von Kleve , verlor die Schlacht und wurde eingesperrt. Seine Stadt kam in Besitzt des Klever Herzogen.
1816–1817 wurden neue Grenzen, auch zwischen Preußen und den Niederlanden, in Wien geplant. Für die Maasregion galt ein Kanonenschuß östlich dieses Flusses.
Die Exklaven Huissen, Zevenaar, Wehl, Ravenstein und die Grenzregionen Gennep, Mook, Middelaar, Spijk, Tolkamer, Kekerdom und Leuth wurden niederländisches Reichsgebiet. Schenkenschanz und Neu-Netterden verloren die Niederländer an die Preußen. Das neue Buch beschreibt die Geldrischen Exklaven, hat das Format 24,5 cm x 28,5 cm, besitzt einen Hard Cover und ist reich bebildert. Es gibt kurze zusammen gefasste Übersichten der Geschichte dieser Regionen. Es lädt zu einem Besuch ein. Bei der Verfassung dieses Buches waren elf Autoren betätigt, acht aus den Niederlanden und drei aus der Bundesrepublik. ISBN/EAN: 978-90-75981-10-0; NUR: 697
Auch interessant sind die nach 1816–1817 verloren gegangene Teile des Herzogtums Kleve in den niederländischen Provinzen Limburg und Noordbrabant. Die werden nicht in diesem Buch behandelt und könnte ein folgendes Buchprojekt sein.
In diesem Beitrag sind von verschiedenen der behandelten Ortschaften Fotos der heutigen Zeit aufgenommen.
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Christian Tiemeßen aus Emmerich am Rhein | 09.03.2017 | 20:26  
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