Sanieren - erhalten - gestalten

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In der Hafenstraße in Kleve fuhr ich an einem an ein Gerüst befestigtes Plakat vorbei. Ich konnte nur die ersten drei Wörter darauf lesen. Diese gefielen mir besonders: sanieren - erhalten - gestalten. Sie riefen bei mir ein beruhigendes Gefühl auf. Hier ist ein Hauseigentümer, der sein Monument erhalten will. Investore lieben Abbruchzangen, Presslufthämmer und Bagger mehr als sorgfältige Sanierung eines Bauwerks. Wenn hohe Rendite locken, spielt die Vergangenheit, in der interessante Gebäude errichtet worden sind, überhaupt keine Rolle.
Es ist ein Gerüst an der Frontfassade von Hafenstraße 14 errichtet. Heute wurde darauf schon gearbeitet: die Reinigung der Putzornamente. Morgen werden diese neu angestrichen. Sie erhalten ihre ursprünglichen Farben. Das Haus besitzt sechs Fensterachsen, zwei Geschosse und ein Dachgeschoss. Die Frontfassade ist mit vielen architektonischen Merkmalen aufgegliedert wie Pilaster (= Halbsäule) mit einem Kapitell, Putzquader, Putzquader-Lisenen, Friese, Konsolen, Diamantköpfe, Köpfe mit Voluten, Nischen, ornamentierte Fensterfaschen, Gesimse und Stuckplastike. In der Fassaden sind zwei Türen und ein Tor. Die linke Tür mit Oberlicht ist der Eingang zu Hausnummer 16.
Ein erster Blick auf das Haus gibt den Eindruck, dass ein frischer Anstrich noch nicht notwendig ist, aber eine nähere Betrachtung bringt dich sofort auf andere Gedanken. In der Putzschicht sind viele Risse. Da muss was passieren. Gut, dass der Eigentümer sich davon bewusst ist. Ein schönes Gebäude aus der Gründerzeit neben dem neugotischen Haus, das der berühmte Klever Architekt Franz-Ludwig Pelzer in der zweiten Hälfte des 19. Jh. errichtet hat. Davon wurde neulich die Seitenfassade frisch angestrichen.
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