Städte legen wert auf ihre Stadtmauer - auch die Stadtverwaltung von Gennep

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Gennep (Niederlande): Stadtmauer | Kranenburg ist stolz auf seine Stadtmauer. 1395 wurde eine derartige Schutzmauer um den Ortskern angelegt. Dahinter gab es einen Stadtgraben und Stadtwall. Der Stadtwall im Süden bekam den Namen Rütterswall und im Norden Waschwall. Passende Namen? Rütter kommt vom niederländischen Ruiter, auf Deutsch Reiter. Im Kranenburger Mundart Rütter.
Es könnten Reiter über den Damm geritten sein. Im Norden gab es Wiesen. Ein Teil davon wurde als Bleiche gebrauch. Das hat mit der Wäsche zu tun.
Nach 1499 stellte sich heraus, dass die Stadtmauer nicht mehr funktionell war und wurde verwahrlost. Über viele Jahre wurde sie marode. Im 18. und 19. Jh. entfernte man Ziegelsteine aus der Mauer und baute an die schmal gewordene Stadtmauer Häuschen.
Bei der Restauration des Stadthäuschens Wanderstraße 41 konnte ich das sehen.
Der letzte Abschnitt zur Großen Straße bei dem Markt, wurde vollständig abgerissen. Die Gemeine bedauerte diesen Eingriff und ließ in den 1970er Jahre einen Teil davon wieder neu errichten mit einem Rondell mit Schießlächern, wie damals im Jahre 1395 mehrere davon errichtet worden sind. Leider sind der Stadtwall und die Stadtmauer im Nordteil von Kranenburg gänzlich verschwunden. Zwar gibt es einen Graben an dieser Stelle und am Ufer entlang ein Wanderpfad, aber man erkennt dort keinen Wall, wie beim Rütterswall.
In Gennep gibt es auch eine alte Stadtmauer. Nur an der Niers keine. Die Niers war eine Schutzwässerung. Daneben hat man wohl einen Wall aufgeworfen, den Zuidoostwal (Südostwall) und neben dem Niersweg. Die Gemeinde hat festgestellt, dass ein Teil der Stadtmauer am Zuidwal marode ist und restauriert werden muss. Heute habe ich festgestellt, dass man mit den Bauarbeiten begonnen hat.
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