Erfolgreicher Abschluss für 30 Gästeführer

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Gemeinsam mit viel Spaß lernten deutsche und niederländische Natur- und Landschaftsführer Neues über den "Nachbarn" (Foto: NABU-Naturschutzstation Niederrhein)
30 niederländische und deutsche Gästeführer haben in einem grenzüberschreitenden Kurs der NABU-Naturschutzstation Niederrhein in Zusammenarbeit mit dem Natuurmuseum Nijmegen an einer Weiterbildung zum Thema Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Naturschutz dies- und jenseits der Grenze teilgenommen. Der Kurs, der über ein halbes Jahr ging, endete am vergangen Samstag im Huis Wylerberg.

Über die Unterschiede, aber auch die Gemeinsamkeiten der Landschaft und des Naturschutzes auf beiden Seiten der Grenze ging es in einem interkulturellen Weiterbildungskurs für niederländische und deutsche Natur- und Landschaftsführer. Auf deutscher Seite richtete sich der Kurs vor allem an die Niederrhein-Guides, von der NABU-Naturschutzstation Niederrhein ausgebildete und zertifizierten Landschafts- und Kulturführer. Bereits im vergangenen Jahr nahmen 20 Naturführer an der Weiterbildung teil. Der Wiederholungskurs, der an acht Samstagen von September 2012 bis April 2013. stattfand, endete am vergangen Samstag auf dem Wylerberg im niederländischen Beek-Ubbergen. Der Ort stand symbolisch für den grenzüberschreitenden Charakter des Kurses: Von der Villa Wylerberg, auf ehemals deutschem Gebiet, eröffnet sich ein weiter Blick auf die grenzüberschreitende Landschaft „De Gelderse Poort“, der als Studienobjekt während der Schulungen diente.

In interessanten Vorträgen niederländischer und deutscher Fachreferenten und bei anschaulichen Exkursionen wurden Themen wie das Naturschutzrecht beiderseits der Grenze, Landschafts-entwicklung und Schutzmaßnahmen sowie die Rolle der Naturschutzorganisationen aufgegriffen und diskutiert. Doch nicht nur Fachwissen wurde vermittelt. „Auch der kulturelle Hintergrund war uns wichtig“, erklärt Nicole Feige, Projektleiterin von der NABU-Naturschutzstation Niederrhein. „Nach der Weiterbildung sind die Landschaftsführer nun in der Lage, sowohl Führungen von Gruppen aus dem Nachbarland als auch Exkursionen im Nachbarland anzubieten“, ergänzt Feige.

Um den Nachbarn in all seinen Facetten kennenzulernen und sprachliche Hürden zu überwinden, wurden „Buddies“ (deutsch-niederländische Lernpartner) gebildet, die während des gesamten Kurses eng zusammen gearbeitet haben. „Das war ein tolles sprachliches Erlebnis! Ich habe viel durch meinen Buddy gelernt. Wir haben uns auch privat getroffen und gemeinsam neue Exkursionen ausgearbeitet“, berichtet Niederrhein-Guide Heinz Pawelke begeistert. Die regelmäßigen Treffen haben die Teilnehmer zusammengeschweißt: Es ist ein grenzüberschreitendes Netzwerk von Natur- und Landschaftsführern in unserer Region entstanden. Die Premiere von neuen grenzüberschreitenden Touren findet im Rahmen der „Tage der Rheinischen Landschaft“ vom 31. Augst bis 15. September 2013 statt. Infos gibt es unter 02826 91876-00 oder info@nabu-naturschutzstation.de.
Der Kurs fand im Rahmen des Projekts „Natur beim Nachbarn erleben“ statt, das durch die Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen (SUE), dem Netzwerk Umwelt des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) und der HIT-Umweltstiftung gefördert wurde.
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