Jugend musiziert: Langenfelder Sebastian Heck für den Bundeswettbewerb qualifiziert

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Für seine Leidenschaft - das Schlagzeug spielen - verbringt Sebastian Heck viele Stunden in seinem Schlagzeugkeller. Foto: Michael de Clerque

Schon im Kindergartenalter hatte Sebastian Heck seine Leidenschaft für das "Trommeln" entdeckt. Was vor vielen Jahren mit einer Snaredrum begann, führt der Drummer mit seinem Schlagzeug erfolgreich fort. Beim Landeswettbewerb in Münster überzeugte Sebastian Heck mit seinem Können und übt jetzt sicherlich fleißig für den Bundeswettbewerb Anfang Juni in Paderborn.

Ein „Rhythmiker“

Gemeinsam mit seiner Zwillingsschwester nahm Sebastian Heck bereits an der musikalischen Früherziehung und am Musikgarten der Musikschule Langenfeld teil. Dort stellte die Musiklehrerin schon früh fest, dass er ein „Rhythmiker“ sei. Mit fünf Jahren bekam Sebastian deshalb auf seinen Wunsch hin eine Snaredrum, auf der er unter anderem Hits von Santana nachspielte.

Seit Ende des ersten Schuljahres

Wann er mit dem Schlagzeug spielen begann? "Seit Ende des ersten Schuljahres gehört der Unterricht an der Musikschule Langenfeld zu Sebastians Leben", erzählt seine Mutter Elisabeth Müller-Heck über die Leidenschaft ihres Sohnes, der von da an - mit viel Spaß und so oft er konnte - trommelte.

Big-Band-Drummer

Seine Drummer-Karriere startete Sebastian nach seiner Abschiedsfeier im vierten Schuljahr, bei der er mit dem Schlagzeug in der Schule vorspielte. Ein Mitglied der Big Band des Konrad Adenauer Gymnasiums - der große Bruder seines Freundes - hörte ihn und schlug Sebastian vor, in die Big Band zu kommen. Die suchte nämlich für das neue Schuljahr einen neuen Drummer.

Früher nach Gehör gespielt

So kam Sebastian im Sommer 2012 als Zehnjähriger in die Big Band des Konrad Adenauer Gymnasiums. Er trat damals in die sehr großen Fußstapfen des Abiturienten, Markus Meiser, der mit dem Studium des Schlagzeugs begann. Sebastian war einer der Jüngsten in der Big Band und ragte kaum über das Schlagzeug, das er zu vollsten Zufriedenheit seiner Bandmitglieder spielte.
Einige der „großen Kollegen“ in der Big Band nannten ihn „Drummer without notes“, weil er damals noch nicht vom Blatt nach Noten spielen konnte, sondern sich die Stücke im Internet anschaute und dann nach Gehör spielte. Das Spiel in der Big Band, bei dem sich Sebastian mit Eifer und großer Leidenschaft einsetzt, ist sein „Ein und Alles“., weiß Mutter Elisabeth.

Unterricht bei Holger Hälbig

Das nächste einschneidende Erlebnis? Am 16. Juni 2014 sah der zwölfjährige Sebastian auf dem Marktplatz in Langenfeld das Abschiedskonzert der Big Band der Bundeswehr für ihr langjähriges Bandmitglied, den Schlagzeuger und Perkussionisten, Holger Hälbig, der nach 40 Jahren Dienstzeit pensioniert wurde. Für Sebastian war von da an klar: „Bei dem will ich Unterricht haben!“
Kurz entschlossen sprachen seine Eltern Holger Hälbig an und stellten ihm seinen großen Fan und dessen Wunsch vor. Die Musikschule spielte mit und so war der kurzfristigen Wechsel schnell perfekt. Seitdem machte Sebastian riesige Fortschritte, lernte binnen kurzer Zeit nach Noten zu spielen und wurde von Holger Hälbig in technischen Feinheiten geschult – ein Dreamteam war geboren!
Sebastian absolvierte mit der Big Band des Konrad Adenauer Gymnasiums schon Auftritte auf der Kieler Woche und in der Partnerstadt Köthen und spielt zusätzlich in dem Orchester der Musikschule „Sounds of LA".

DIe KAG-Probentage sind für ihn das Highlight

Das Highlight des Jahres? "Die Probentage des Konrad Adenauer Gymnasiums", sagt Sebastian über die zwei Tage, zu denen sich die Band mit dem Leiter der Big Band, Christian Höller, in eine Jugendherberge oder in die Musikakademie in Heek zurückzieht und nur für den Höhepunkt der Auftritte, das alljährliche Weihnachtskonzert des Gymnasiums, in der Stadthalle probt.

Ferien im Schlagzeugkeller

Für große Aufregung sorgte im vergangenen Jahr der Vorschlag von Holger Hälbig an seinen Schüler, sich beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ zu beteiligen. Sebastian übte stundenlang und damit die Nerven der Familie und der Nachbarn geschont wurden, musste sogar ein elektronisches Schlagzeug her. Um sich die Stücke für den Wettbewerb zu erarbeiten verbrachte Sebastian die Weihnachtsferien fast komplett in seinem Schlagzeugkeller.

Großer Erfolg

Und es hat sich gelohnt: Nach dem Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ Ende Januar in Hilden überzeugte Sebastian Heck auch beim Landeswettbewerb vom 24. bis 28. März in Münster. Neben 39 anderen Musikern war der Drummer angetreten, um sich der Konkurrenz aus ganz NRW und dem kritischen Urteil der Juroren zu stellen. Am Ende konnte Sebastian Heck in der Pop-Wertung seinen nächsten Erfolg verbuchen und sich für den Bundeswettbewerb qualifizieren.
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