Beendigung der Partnerschaft mit Batangas City

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Gespendeter Krankenwagen
 
Baum gepflanzt vom Bürgermeister Batangas City hinter Haus Arndt
03. 03. 2015
Beschämend

In diesem Jahr besteht die Städtepatenschaft mit Batangas City 25 Jahre. Bestandteil der Patenschaft, die im Jahre 1990 begann, war ein bundesweit anerkanntes Verwaltungsprojekt der Entwicklungshilfe, das auf zehn Jahre befristet war und dem Transfer von Verwaltungs-Know-how diente.
Verwaltungsstruktur, Abfallbehandlung und –beseiting, sauberes Wasser, die Verhütungsproblematik sowie die Unterstützung mit Know How bei sozialen Problemen sind nur einige Beispiele der Hilfe zur Selbsthilfe, die Langenfeld über viele Jahre geleistet hat.
Die fruchtbare Zusammenarbeit mit der Stadt auf den Philippinen ist auch heute noch bei den Menschen in guter Erinnerung. Ergebnisse der Hilfen sind immer noch vorhanden.
Die Patenschaft mündete am 04. Oktober 1998 zum 60. Stadtjubiläum in eine Städtepartnerschaft. Der feierlich im Schauplatz der Stadt Langenfeld unterschriebe Vertrag von den Bürgermeistern der beiden Städte soll nun durch einen Ratsbeschluss einseitig gekündigt werden.
Die Anregung für diese Städtepartnerschaft geschah durch die Stadt Langenfeld und den damalige Bürgemeister Magnus Staehler nach einem entsprechenden Ratsbeschluss.
Eine einseitige Kündigung einer Städtepartnerschaft ist äußerst ungewöhnlich und beschämend. Ich bin gespannt, mit welcher Begründung Batangas City von dieser Entscheidung erfährt.
Ich wünschte mir, dass die heutigen Entscheidungsträger sich intensiver mit dem Thema beschäftigt hätten!

Rolf D. Gassen

Peinlich

Auf der Basis eines zeitlich begrenzten Vertrages begann die Entwicklungspartnerschaft zwischen den Stadtverwaltungen von Batangas City (Philippinen) und Langenfeld. Die Grundlage des Vertrages und der Zusammenarbeit bildete die Absicht, Know-how in Sachen kommunale Organisation, Finanzen, Abfall – und Abwasserbeseitigung mit der damals auf den Philippinen erstmals demokratisch gewählten Verwaltung auszutauschen. Den Transfer von Geld oder gar die Einrichtung einer Partnerschaft hat der Rat in seiner Entscheidung im Jahre 1990 eindeutig ausgeschlossen.

Das hat so hervorragend und beispielhaft funktioniert, dass der Vertrag nach den ersten 5 Jahren verlängert worden ist. Auch in den zweiten 5 Jahren war die Zusammenarbeit so gut, dass sich sogar der Rat mit den Federn der Entwicklungspatenschaft schmückte und die Verwaltung bei Besuchen begleitete.

Von der Begründung einer Städtepartnerschaft war nie die Rede – sie wurde auch nicht erwartet. Völlig einsichtig, denn Entfernung und Möglichkeiten standen der Entwicklung von engen Beziehungen zwischen Personen oder Vereinen entgegen. Die Chance, den Vertrag auslaufen zu lassen und so eine einvernehmliche Beendigung der Zusammenarbeit zu ermöglichen, wurde vertan.

Denn zum „Stadtjubiläum“ 1998 führte der Wunsch eines einzelnen Herren zu dem Angebot einer Partnerschaft nach Batangas, was von dort natürlich nicht abgelehnt wurde – aus Sicht der Philippinen hätte man sich damit selbst einen Gesichtsverlust zugefügt.

Jetzt kündigt Langenfeld eine Partnerschaft auf, die Stadt und Rat den Partnern auf den Philippinen selbst vorgeschlagen haben. Kündigungsgrund ist offensichtlich Mangel an Bereitschaft, die Beziehungen wenigstens Pro forma zu halten. Schlimmer noch, im Sommer des Jahres wurde es verschlampt, unseren Freunden aus Batangas City bei der Beantragung von Reisevisa behilflich zu sein. Eine kurze Nachfrage bei denen, die mit zur Gründung der Patenschaft beigetragen haben, hätte schnell zur Klärung von Fragen führen können, die im Rathaus wohl nicht beantwortet werden wollten.

Der Gesichtsverlust für die Stadt Langenfeld und den Rat ist kaum zu überschätzen – nur leider merkt hier in Langenfeld keiner etwas davon. Außer denen natürlich, die die guten Verbindungen nach Batangas City über all die Jahre gehalten haben.

Dr. Siegfried Honert
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