Projekt "Agentin Schlaumeise": Was ist eigentlich "Energie"?

Anzeige
 

Ohne Energie gäb‘s keine heiße Dusche und kein Internet. Kein warmes Essen und keine Handys. Von Fernsehen, Videospielen und elektrischem Licht ganz zu schweigen. Doch was ist eigentlich Strom?

Diese zentrale Frage stand im Mittelpunkt der Auftaktveranstaltung eines Gemeinschaftsprojekts von Stadtspiegel-Redaktion und den Stadtwerken Menden.
Bei unserer Aktion „Agentin Schlaumeise“ dreht sich alles um das Thema „Energie“.
Das erforschen seit Montag dieser Woche auf Initiative unserer Anzeigenzeitung und des Mendener Energieversorgers 25 Schülerinnen und Schüler der Klasse 7 der Gesamtschule Menden.
Und die waren mit großer Begeisterung und voller Elan bei der Sache - sowohl im theoretischen, als auch im anschließenden praktischen Teil.

Guter Weg ins
nächste Schuljahr

„Es ist ihr erster Kontakt mit dem Thema ‚Strom‘“, erläuterte Schulleiter Ralf Goldschmidt dem Stadtspiegel, der die Doppelstunde in Worten und vielen Fotos festhielt. „Das Projekt leitet hervorragend ins nächste Schuljahr über.“
Stadtwerke-Referentin Elisabeth Niebecker-Fuhrmann hatte den eigentlich „trockenen Stoff“ auf ebenso lehrreiche, wie unterhaltsame und fesselnde Weise vorbereitet und die Jungen und Mädchen sofort im Griff.
Sie erläuterte, wie der Strom von den großen Kraftwerke bis daheim in die Steckdose kommt, und auch die unterschiedlichen Energielieferanten von „Öko“ bis „Atom“.


Die Sache mit dem
Fahrrad-Dynamo

„Jeder von Euch hat selbst schon einmal Strom erzeugt“, behauptete die Fachfrau - und die Jungen und Mädchen erinnerten sich sofort: Ja, beim Fahrradfahren wird mittels des Dynamos Energie erzeugt und in Licht umgewandelt.
Und sie verdeutlichte: „Dies ist bereits ein Strom-Kraftwerk in Miniaturform.“
Aber erst einmal zeigte die Referentin mit einem einfachen Beispiel auf, wie wichtig doch so eine alltägliche Sache wie der Strom eigentlich ist.
Auf die Frage, wie viele Minuten oder Stunden eigentlich im Durchschnitt die Elektrizität in Deutschland jährlich durch die vielfältigsten Ursachen ausfällt kamen überraschende Antworten.
Aus der einen Ecke schallte es : „50 Stunden“, aus der zweiten Bankreihe: „24 Stunden.“ Und auch „Viereinhalb Stunden“ wurde vermutet.
Schmunzelnd schüttelte Elisabeth Niebecker-Fuhrmann den Kopf. „Da könnt Ihr mal sehen, wie lange Euch die Durststrecke vorkommt. Es sind gerade mal... 15 bis 16 Minuten. Jährlich.“
Großes Erstaunen in den Reihen der Schüler.
Danach ging es Schlag auf Schlag: Wo kommt der Strom her? Wie kommt er zu mir? Wo kann ich das Stromnetz erkennen?
Anschauliche Bilder zeigten die verschiedenen Energieträger. Von Kohle, Erdgas oder Öl über den Wind, die Sonne, fließendes Wasser bis hin zur Erdwärme standen die unterschiedlichsten Anlagen im Mittelpunkt.


Wie kommt denn
der Strom in die Steckdose?

„Wie ein gewaltiges Netz überziehen Stromleitungen unser Land“, schlug die Referentin anschließend ein neues Kapitel auf. Beginnend mit der Höchstspannung (220kV/380 kV) wird beim Transport immer weiter heruntergerechnet. Die Grobverteilung in Regionen, Ballungszentren, Industriebetriebe erfolgt im 110 kV-Netz. Dann kommt die Mittelspannung 10 kV.
Schließlich das Niederspannungsnetz 230 V/ 400 V. Und der größte Teil, gut 80 Prozent, des letzten Kabels bis in das Haus, liegt dann unter der Erde.
„Die Stadtwerke Menden unterhalten ein 725 Kilometer langes Mittel- und Niederspannungsnetz“, so die Auskunft der Referentin auf die entsprechenden Fragen.
Und ganz am Ende der unterhaltsamen Schulstunden durfte fleißig experimentiert werden. Da wurde mittels einer Lampe Strom produziert, der ein Windrad in Bewgung setzte.
Auch der einfachste Elektromotor der Welt begeisterte die Schülerinnen und Schüler.
Einfach eine Batterie genommen, eine Neodym-Magnetscheibe, eine Spaxschraube und ein an beiden Enden abisoliertes Kabel.
Wie dies nun richtig montiert wird?
Fragen Sie die Klasse 7 der Gesamtschule Menden. Die weiß das.
Die Stadtspiegel-Redaktion wird auch die nächsten Projektstunden mit Kamera und Notizblock begleiten.

Projekt "Schlaumeise"
geht weiter!

Dann geht es unter anderem auf eine Stadtrallye, die zeigt, wo es überall im Mendener Stadtgebiet „Strom“ gibt, und in ein Wasser- beziehungsweise Energiewerk.
1
Einem Mitglied gefällt das:
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.