Monheimer Prinzenpaar ganz privat

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Gemeinsame Kinoabende mit Fingerfood stehen bei den Geyers, hier mit Lena und Lukas, regelmäßig auf dem Programm. Foto: Michael de Clerque
 
Der Wochen-Anzeiger durfte sogar in die Töpfe gucken: Wir haben das amtierende Monheimer Prinzenpaar, Prinz Jens I. und Prinzessin Kerstin, in seinen privaten Gemächern besucht. Foto: Michael de Clerque

Ein entspannter Tag daheim ist für Kerstin und Jens Geyer zurzeit eine Seltenheit. Als amtierendes Monheimer Prinzenpaar sind die beiden gerade jetzt, in der Hochphase der närrischen Zeit, ständig unterwegs in Sachen Karneval. Der Wochen-Anzeiger hat die Tollitäten, die ihr Eigenheim direkt am Rosenmontagszugweg haben, Zuhause besucht.

Von Sabine Polster

Küchenfenster und Eingangstür sind bunt geschmückt. Schon von außen wird klar, dass in dem Reihenhaus am Gartzenweg begeisterte Karnevalisten wohnen. Ein 3 x 1,5 Meter großes Bild des Prinzenpaares soll außerdem zu Rosenmontag die Hauswand zieren. Und während die Hauseigentümer hoch auf dem Prinzenwagen stehen und Kamelle werfen, wird bei ihnen Zuhause gefeiert. „Wir wohnen direkt am Zugweg und haben bisher immer eine große Party gemacht“, erzählt Jens Geyer. „Die wird es auch in diesem Jahr geben. Wir stellen unseren Freunden das Haus zur Verfügung und feiern dann später mit.“

2013 sind die Geyers dort eingezogen, nachdem sie das Haus aus den 70er Jahren komplett umgebaut und modernisiert haben. Dort genießen sie die freie Zeit mit Kerstins Sohn Lukas (12) und ihre Tochter Lena (8). Seit einem Jahr gehört auch Hund Frodo zur Familie, ein „Bolonka Zwetna“, den Frauchen Kerstin als „klein, frech und verfressen“, beschreibt. Im Alltag sind Jens und Kerstin Geyer beruflich sehr eingespannt, sie als Pharmareferentin, er als Landtagsabgeordneter. „Wir haben unter der Woche nicht viel Zeit. Wir sind beide Vollzeit tätig und stimmen dann die Wochenenden auf die Kinder ab“, erzählt die Prinzessin.

Purer Luxus und Entspannung heißt daher für sie: samstags auf der Couch sitzen und in Ruhe Bundesliga gucken. Wenn dann noch der BVB gewinnt, ist alles gut. Fußball ist nämlich das große Hobby von Prinzessin Kerstin. Sie hat früher selbst gespielt und hat „mehr Sachverstand als ich“, meint ihr Mann – ein bekennender FC-Fan.

Jens Geyer liest besonders gern. Das kann er immer und überall. „Wir wissen schon gar nicht mehr wohin mit den ganzen Büchern“, so die Prinzessin. Im Urlaub oder abends im Bett wird zum Buch gegriffen. Ein gutes Buch muss für den Monheimer eine „schöne Sprache haben“ und dann fällt es ihm auch sehr schwer es wieder aus der Hand zu legen.

Neben dem Lesen ist das Kochen seine große Leidenschaft: „Da sieht man den Erfolg und schmeckt auch mal den Misserfolg“, meint der Prinz lachend. Besonders die Italienische Küche steht hoch im Kurs. Aber auch an einen Weihnachtsstollen traut sich der passionierte Hobbykoch heran.

Ein Highlight für alle sind die gemeinsamen Kinoabende mit Fingerfood. Dann versammelt sich die Familie, inklusive Frodo, auf der großen Couch im Wohnzimmer, vergisst Smartphones und Tablets und schaut tolle Kinderfilme – manche auch mehrmals. „Den Film ‚Ostwind‘ können wir inzwischen synchron mitsprechen“, lacht Kerstin Geyer. Passend dazu gibt es Fingerfood in Form von kleinen Schnitzelchen und Frikadellchen sowie Rohkost und allem, was man direkt in den Mund stecken kann.

Die gemeinsamen Abende kommen natürlich im Moment etwas zu kurz. Aber trotzdem sind Lukas und Lena richtig stolz auf Mama und Jens, oder wie Lukas es ganz cool ausdrückt: „Ist mal was anderes.“ Bei einigen Auftritten sind die Kinder auch mit aufmarschiert - in eigens für sie bedruckten Polo-Shirts, versehen mit den Aufschriften „Prinzessinnentochter Lena“ und „Prinzenchecker Lukas“.

Damit der Tollitäten-Nachwuchs auch in der jecken Zeit gut versorgt ist, sorgt Prinzessinnen-Mama Angelika Budig für das Wohlergehen der Beiden. „Meine Schwiegermutter ist sozusagen das ‚Backoffice‘. Sie kümmert sich um Haushalt, Kinder, Hund und hält uns den Rücken frei“, erzählt der Prinz und die Prinzessin ergänzt: „Ohne die Unterstützung der Eltern würde es nicht gehen.“

Wie viel Arbeit hinter dem Amt des Prinzenpaares und der gesamten Organisation steckt, erleben die Geyers gerade hautnah mit dem berühmten Blick hinter die Kulissen mit. „Damit es so schön ist, muss viel Arbeit von den Ehrenamtlichen geleistet werden. Ich habe Respekt vor der Aufgabe“, sagt der 53-Jährige.

Und wenn er dann mit seiner Prinzessin und dem gesamten Gefolge auf der Bühne steht, dann ist dies für ihn immer wieder ein bewegender Moment: „Ich versuche alles zu genießen und Freude zu vermitteln.“ Und auch für die Prinzessin ist jeder Auftritt etwas Besonderes. Ganz besonders in Erinnerung geblieben ist ihr die Prunksitzung. Da standen sie mit den ‚Klüngelköpp‘ auf der Bühne und diese haben live das Lied ‚Sterne‘ gesungen. Das ist das Hochzeitslied der beiden.

Mainstream-Sänger Heinz Blank hat es vor zweieinhalb Jahren auf ihrer Hochzeit gesungen. Kerstin Geyer: „Das war bisher der emotionalste Auftritt, und da sind auch die ersten Tränchen geflossen.“
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