385 neue Wohnungen für Monheim und Baumberg

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Daniel Zimmermann und die beiden Geschäftsführer der Wohnen GmbH, Sabine Noll und Michael Lobe (rechts), sind schon gespannt auf die weitere Bebauung im Stadtgebiet. Foto: Stefan Köhlen

Die Nachricht ist taufrisch: Die Stadt gründet mit der Wohnen GmbH jetzt ihre fünfte Tochtergesellschaft. Die WG – so der Kürzel – baut ab 2017 in Monheim und in Baumberg in zwei Quartieren insgesamt 385 Mietwohnungen.

Von Elfie Steckel

Seit etwa einem Jahr laufen die Vorbereitungen zur Gründung dieses Unternehmens, das der enormen Nachfrage nach Mietwohnungen Rechnung tragen soll. Die Gründung soll im Haupt- und Finanzausschuss am 23. Juni und im Stadtrat am 6. Juli offiziell beschlossen werden.

2200 neue Arbeitsplätze


„Die Zahl der Arbeitsplätze in Monheim ist in den letzten vier Jahren um 2 200 gestiegen; das ist eine Zunahme von 17 Prozent. Diese Leute suchen eine Wohnung möglichst in der Nähe des Arbeitsplatzes. Attraktive Bedingungen wie gebührenfreie Kindergärten und Kinderbetreuung bis zehn Jahre erzeugen zusätzliche Nachfrage“, so Daniel Zimmermann.

Gelder aus der städtischen Rücklage


Die daraus folgende logische Konsequenz: Das Angebot an Wohnungen muss dringend vergrößert werden. Die Stadt will dazu mit der Gründung der jüngsten Tochter beitragen, die quasi als „Mitgift“ nicht nur die Grundstücke der früheren Hauptschule in Monheim unter dem Namen „Unter den Linden“ und das „Sophie-Scholl-Quartier“ in Baumberg erhält, sondern auch noch eine Investitionssumme von 29 Millionen Euro. Damit ist gut die Hälfte des Eigenanteils erreicht, die zweite Hälfte muss die Gesellschaft durch Kredite beisteuern. Gelder aus der städtischen Rücklage von etwa 120 Millionen sind hier sicher gut angelegt.

"Sozial-Mix"


Mit Beginn des nächsten Jahres soll „Unter den Linden“ an den Start gehen und zwei bis drei Jahre später bezugsfertig sein. Daran schließt sich das Scholl-Quartier an, so dass bis etwa 2022 die Wohnungen vermarktet sein werden.
Der Rat der Stadt hat schon im vergangenen Jahr beschlossen, dass sich die Stadt vermehrt dem Wohnungsmarkt zuwendet. Erleichternd kam hinzu, dass Monheim vom Bundesfinanzministerium als Pilotkommune gefördert wurde und in 100 „geschenkten“ Beratungstagen mit Fachleuten ein dickes Konzept erarbeitet. Danach sind in der Stadt Monheim 30 Prozent Wohnungen mit Wohnberechtigungsschein und 70 frei finanzierte Wohnungen in einem „Sozial-Mix“ nötig – und mit entweder 1 1/2 oder mehr als vier Zimmern. Zimmermann: „Drei-Raum-Wohnungen gibt es reichlich, aber die sind für Singles zu groß und für Familien mit zwei Kindern zu klein“.

Europaweite Ausschreibung


Auch in den LEG-Wohnungen, die rund 3 500 Einheiten in Monheim besitzt, fehle es an kleinen oder großen Wohnungen. Die LEG wird übrigens parallel zur Neubautägigkeit der städtischen WG etwa die Hälfte ihrer Wohnungen sanieren. Zimmmermann: „In den Jahren von 2020 bis 2022 wird sich das Bild des Berliner Viertels komplett verändern“.
Die Geschäftsführung der WG wird von Kämmerin Sabine Noll und dem Leiter des städtischen Gebäudemanagements, Michael Lobe, gemeinsam in der Startphase übernommen. Der Generalunternehmer, der die europaweite Ausschreibung der Baumaßnahmen für sich entscheidet, wird außer der Bauausführung auch die Erstvermietung übernehmen.
Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass auf absehbare Zeit pro Jahr 300 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen. Das heißt, dass neben den beiden großen Projekten weitere Wohnungen erforderlich sein werden.


So geht es weiter


Am 23. Juni berät der Haupt- und Finanzausschuss über die Gründung der Wohnen GmbH.
Am 27. Juni findet um 18 Uhr ein öffentlicher Anhörungstermin im Bürgerhaus Baumberg zu den Plänen im „Sophie-Scholl-Quartier“ statt.
Am 29. Juni informiert die Verwaltung um 18 Uhr im Saal der VHS über die Bebauung „Unter den Linden“.
Am 6.Juli beschließt der Rat über die WG-Gründung.
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