KKV begrüßt Regelung im Arbeitsministerium, die Mitarbeiter in der Freizeit nicht per Anruf oder Mail zu stören

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Jeder hat das Recht auf Unerreichbarkeit!

ESSEN/Monheim am Rhein. „Schön dass das Bundesarbeitsministerium sich verpflichtet hat, seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nur noch in Ausnahmefällen in ihrer Freizeit per Anruf oder E-Mail zu stören. Damit hat Ursula von der Leyen genau das umgesetzt, was wir als KKV schon lange fordern: das „Recht auf Unerreichbarkeit’.“ Mit diesen Worten begrüßt Bernd-M. Wehner, Bundesvorsitzender des KKV, Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung, die Entscheidung der Ministerin. Gleichzeitig appelliert er an die anderen Ministerien, diesem Beispiel zu folgen.


„Weil die Arbeit nie aufhört, muss der Mensch immer wieder mit der Arbeit aufhören – zumindest im Urlaub und am Sonntag. Deshalb fordert der KKV eine "Kultur der Unerreichbarkeit" als Teil einer neuen Arbeitsphilosophie.“ Erst vor kurzem hat der KKV-Bundesvorsitzende an Arbeitgeber und Vorgesetzte appelliert, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor allem im Urlaub wirklich abschalten zu lassen. Moderne Medien machten jeden fast überall erreichbar – auch beruflich. Das verhindere das dringend nötige Abschalten und fördere burn-out der Mitarbeiter. Nur so könnten die Mitarbeiter im Urlaub Zeit für sich und die Familie finden – und nach wenigen Wochen wieder richtig durchstarten. „Das ist ein Gebot der Menschlichkeit und letztlich auch im Sinne der Arbeitgeber: Denn nur erholte Mitarbeiter sind auf Dauer leistungsfähig“, so Wehner.

Jeder kennt den Loriot-Sketch „Szenen einer Ehe“, bei denen der Ehemann einfach nur sitzen will, während seine Ehefrau, „die den ganzen Tag hin und her rennt“, ihn dazu auffordert, etwas zu tun. Genau hier werde deutlich, so der KKV-Vorsitzende, „der Mensch braucht Phasen, in denen er ausspannen, seine Seele baumeln lassen kann – völlig zweckfrei und scheinbar nutzlos.“ Und genau deshalb habe der KKV sein neues Jahresthema unter das Motto „Mensch bleib im Gleichgewicht – Mut zur Balance zwischen Arbeit und Freizeit“ gestellt. Er möchte damit für eine neue Arbeitsphilosophie werben, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt. „Keiner ist so wichtig, dass er rund um die Uhr erreichbar sein muss“, unterstreicht der KKV-Bundesvorsitzende und fügt mit einem kleinen Lächeln hinzu: „Na ja, fast keiner!“ Schließlich gebe es noch ein Leben jenseits der Arbeit!

Im KKV diskutiert man das Thema auch im Rahmen der bundesweit angestoßenen Kampagne www.neue-arbeitskultur.de. Mit einem eigenen Plakatmotiv wirbt der Verband bereits seit längerem via facebook für die "Kultur der Unerreichbarkeit".

Der Bundesverband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung e.V. ist ein katholischer Sozialverband mit rund 90 Ortsgemeinschaften in ganz Deutschland. Informationen zum KKV erhalten Sie im Internet unter www.kkv-bund.de, oder unter 0201 87923-0.
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