Spielekompass: Seit 30 Jahren völlig verrückt!

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Die Jubiläumsedition des "Verrückten Labyrinths" lässt bei Eltern nostalgische Gefühle aufkommen, während die Kinder sich am Spielen im Dunkeln erfreuen. (Foto: Ravensburger Spieleverlag)
 
Max J. Kobbert ist Autor des Spiels "Das verrückte Labyrinth", das 2016 sein 30- jähriges Jubiläum feiert. Das Spiel wurde in viele Sprachen übersetzt. (Foto: Ravensburger Spieleverlag)

Beim Spielen in dieser Woche wurde es für einen Großteil des Lokalkompass-Teams richtig nostalgisch. Wir testeten "Das verrückte Labyrinth - Glow in the dark" von Ravensburger. Zum 30. Geburtstag des Spieleklassikers ist eine Jubiläumsedition auf den Markt gekommen, die die ursprüngliche Spielidee mit Leuchtfarbe und völlig neuen Schätzen auch im Dunkeln spielbar macht.

Viele von uns hatten das Spiel bereits vor 30 Jahren gespielt. Bei einigen zählt es auch heute noch zu den absoluten Favoriten.

Die Spielidee


Das Beste an der Jubiläumsedition "Das verrückte Labyrinth - Glow in the dark" fanden wir, dass die ursprüngliche Spielidee auch nach 30 Jahren noch unverändert zugrunde liegt. Die Spieler müssen ihre Spielfiguren durch das Labyrinth bewegen und dabei schnellstmöglich die Schätze einsammeln, die ihre Aufgabenkarten ihnen vorschreiben. Natürlich versuchen die Mitspieler durch geschicktes Verschieben der Mauern den Weg zu blockieren und sich einen Vorteil zu verschaffen. Ein klassischer Spaß für die ganze Familie.

Und dann wurde es dunkel...


In der Jubiläumsedition gibt es jedoch noch eine zweite Ebene. Löscht man das Licht, glühen plötzlich neue Mauern, erscheinen neue Schätze. eine ganz besondere Spielatmosphäre entsteht. Kinder wie Erwachsene sind gebannt von den leuchtenden Elementen.

Unser Fazit:


Ravensburger ist mit "Das verrückte Labyrinth - Glow in the dark" eine Jubiläumsausgabe gelungen, die die Spielidee nicht wie viele andere Sonderausgaben bis zur Unkenntlichkeit verfälscht. Die Regeln sind wie vor 30 Jahren. Und die neue Ebene im Spiel durch die Elemente, die erst bei Dunkelheit auftauchen, ist eine wirkliche Bereicherung.

Mit gutem Gewissen können wir den Klassiker auf dem Spielemarkt empfehlen. Er sollte zur Grundausstattung jeder Familie gehören.

Interview mit Spieleerfinder Max Kobbert


Erfinder Max Kobbert berichtet, wie seine Idee für das Spiel mit dem beweglichen Labyrinth seit dreißig Jahren Menschen in aller Welt begeistert. Zwanzig Spielvarianten sind daraus entwickelt worden - die größte Produktfamilie bei Ravensburger. Mit zwanzig Millionen weltweit verkauften
Exemplaren ist „Das verrückte Labyrinth“ das erfolgreichste Brettspiel von Ravensburger.

Herr Kobbert, wie sind Sie auf die Idee für „Das verrückte Labyrinth“ gekommen?

Max Kobbert: „Schon als Kind oder Jugendlicher haben mich diese kleinen Labyrinthe in Zeitschriften fasziniert, in denen es heißt: Wie kommt die Maus zum Käse? Die hatte ich immer sehr schnell gelöst und das fand ich so schade. Deshalb hat sich bei mir schon damals die Idee von einem variablen Labyrinth eingenistet: ein Rätsel, das sich verändert oder das ich verändern kann, so dass man immer neu
suchen muss. Als Student habe ich immer wieder nach Mustern gesucht, nach Möglichkeiten mechanischer Art, ein Labyrinth so zu gestalten, dass es seine Rätselhaftigkeit behält. Die entscheidende Idee für das Spiel mit dem verschiebbaren Kärtchen kam mir schließlich beim Auf- und Zuziehen einer Schublade.“

Warum, glauben Sie, ist das Spiel so erfolgreich?

Max Kobbert: „Ich glaube, das hängt damit zusammen, dass im Spiel grundsätzlich Vieles möglich wird, was die Fantasie erfindet. Und das ist in diesem Fall eben besonders dadurch gegeben, dass man ganze Mauern mit einer einfachen Handbewegung verschieben und sich dadurch seinen Weg bahnen kann. Das gibt es ja in der Realität so nicht, aber hier im Spiel wird das möglich – Und das macht einfach Spaß.“

Wie entstand die Idee zum leuchtenden Labyrinth?

Max Kobbert: „Eigentlich kam die Idee schon relativ früh, ein Labyrinth, das im Dunkeln leuchtet, zu machen. Denn es gehört ja irgendwie zu einem Labyrinth, dass Dunkelheit herrscht. Denken Sie an Höhlen, denken Sie an die Unterwelt in Wien, denken Sie an die Katakomben in Paris. Das sind alles Höhlensysteme, die im Dunklen verborgen sind.“

Was ist das Besondere beim leuchtenden Labyrinth?

Max Kobbert: „Zunächst beginnt das Spiel ganz normal im Hellen, so wie das normale verrückte Labyrinth und während dieser Zeit lädt sich nebenher schon mal die Leuchtfarbe auf. Dann wird also das Licht ausgemacht und plötzlich leuchten die Mauern und die Schätze magisch in Leuchtfarbe. Und das ist dann ein totaler Umschwung: Plötzlich herrscht eine zauberhafte Atmosphäre, die die Faszination
des Spiels meiner Ansicht nach noch steigert.“

Für wen eignet sich Ihr neuestes Spiel? Kinder oder Erwachsene?

Max Kobbert: „Für beide – ein ideales Familienspiel. Man kann es wunderbar mit Kindern spielen, ohne dass sich die Erwachsenen zurücknehmen müssen. Denn Kinder sind gerade im anschaulichen Denken, was hier gefordert wird, besonders gut und so kann man ihnen ganz bewusst eine Chance geben. Für Erwachsene ist das eine richtige Herausforderung, sich auf die Denkweise eines Zwölfjährigen einzulassen. Insofern besteht Chancengleichheit.

Ich hatte das Labyrinth sogar einmal mit einem Studenten gespielt, der mit dem nächsten Zug das Spiel hätte beenden können. Doch dann zog er mit seiner Figur woanders hin. Ich hinterfragte seinen Zug und er antwortete, er hätte gar nicht gewinnen wollen – Er wollte einfach weiterspielen. Das war für mich wie eine Erleuchtung, Wege zu finden, um Ziele zu erreichen. Ein elementares Bedürfnis, das
Erfolgserlebnisse bringt. Und das gilt für das verrückte Labyrinth wie für das ganze Leben.“ (Interview: Ravensburger)

Jetzt gewinnen!


Lokalkompass und Ravensburger verlosen zweimal "Das verrückte Labyrinth - Glow in the dark" unter allen, die bis Samstag, 26. November, die Frage richtig beantworten und uns Name, Adresse uns Telefonnummer übermitteln.

Die Aktion ist bereits beendet!

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4 Kommentare
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Claudia Jacobs aus Mülheim an der Ruhr | 20.11.2016 | 14:05  
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Anja Schmitz aus Essen-Süd | 20.11.2016 | 16:21  
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Cordula Kirstein aus Bottrop | 21.11.2016 | 19:59  
Heike Marie Westhofen aus Mülheim an der Ruhr | 21.11.2016 | 21:33  
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