Badminton-Weltelite schlägt in der RWE-Sporthalle auf

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Vorfreude auf die Yonex German Open verspüren (v.l.) DBV-Präsident Karl-Heinz Kerst, BVM-Spielerin Johanna Goliszewski, Yonex Geschäftsführer Shuichi Yoneyama und Bundestrainer Holger Hasse. Foto: RuhrText

Von RUHRTEXT

Viele der weltbesten Badmintonspieler kämpfen ab dem kommenden Dienstag in der Mülheimer RWE-Sporthalle bei den Yonex German Open (internationale deutsche Meisterschaft) um insgesamt 120 000 Dollar Preisgeld. Zum erlesenen Teilnehmerfeld im Vorfeld der Olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro zählen die aktuellen Olympiasieger Li Xuerui (Damen) und Lin Dan (Herren) aus China. Kurzfristig ihren Start abgesagt hat die spanische Weltmeisterin Carola Marin.
Dauerkarten für die beliebte Veranstaltung sind längst vergriffen.

„Der Samstag ist so gut wie ausverkauft. Restkarten gibt es noch für den Freitag und die Endspiele am Sonntag. Am Dienstag und Mittwoch sind die Tickets an der Tageskasse erhältlich. Nach zwei Jahren Pause sind die starken Chinesen in diesem olympischen Jahr wieder in Mülheim am Start. Das lockt zusätzlich viele asiatische Fans, die in Düsseldorf und Umgebung leben, in die RWE-Sporthalle, sagt Ulrike Thomas, Geschäftsführerin der Vermarktungsgesellschaft Badminton Deutschland.

Am Sonntag steht ab 14 Uhr die Generalprobe für das Weltklasseturnier auf dem Programm. Dann bestreitet der 1. BV Mülheim in der RWE-Sporthalle sein letztes Bundesliga-Saisonspiel gegen den TV Refrath. Die Halle steht den Teilnehmern dann ab Montag zum Training zur Verfügung.

Los geht es dann am Dienstag und Mittwoch jeweils um 9 Uhr. Fortgesetzt werden wie Wettbewerbe am Donnerstag ab 12 Uhr mit den Achtelfinals, am Freitag ab 16 Uhr mit den Viertelfinals, am Samstag ab 14 Uhr mit den Halbfinals und am Sonntag ab 12 Uhr mit den Endspielen in den Disziplinen Damen- und Herreneinzel, Damen- und Herrendoppel sowie Mixed.

Niemandem geht die Veranstaltung durch die Lappen. Für Internetpräsenz sorgt „sportdeutschland.tv“, das einen Livestream von zwei Courts anbieten wird. Während der Badmintonsport in Deutschland kaum im TV vertreten ist, werden insbesondere in den asiatischen Ländern wieder viele, viele Millionen Zuschauer die Veranstaltung in Mülheim im heimatlichen Fernsehen verfolgen.

Turnier ist auch Wirtschaftsfaktor


Angesichts der bärenstarken Konkurrenz aus Asien — aber auch vom aktuellen Team-Europameister Dänemark (Damen und Herren) — stehen die Chancen der deutschen Spieler auf eine vordere Platzierung nicht besonders gut. „Wir haben schwere Lose erwischt. Es sind ohnehin fast alle da, die Rang und Namen haben. Das Turnier befindet sich auf WM-Niveau“, sagte Bundestrainer Holger Hasse in der Pressekonferenz am Mittwoch in der RWE-Sporthalle. Lokalmatadorin Johanna Goliszewski vom 1. BV Mülheim pflichtet ihm bei: „Leichte Gegner gibt es bei den Yonex German Open ohnehin nicht. Dennoch werden wir deutsche Spielerinnen und Spieler Vollgas geben und alle Kräfte mobilisieren, um auch im Kampf um die Olympia-Tickets zu punkten. Mich motiviert der Start in Mülheim. Ich kann im eigenen Bett schlafen — und der eine oder andere Zuschauer steht ja auch hinter uns.“

Nun kann es bald losgehen. Die neue Turnierdirektorin Janet Bourakkadi nennt im Vorfeld noch ein paar bemerkenswerte Zahlen: „2000 Quadratmeter verlegter Teppich, fünf Kilometer Kabel, zwei Tonnen schwere Traversen, 100 Tageslicht-Lampen für die Spielfelder, 350 Spieler, 100 Team-Officials, 45 Nationen…“
Das Turnier ist der Höhepunkt im Mülheimer Sportkalender.

Und auch die Stadt freut sich über die Veranstaltung, die mindestens noch bis zum nächsten Jahr an der Ruhr ausgetragen wird. Inge Kammerichs, Geschäftsführerin der Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST), sagt: „Wer in der Turnierwoche in der Stadtmitte über die Straßen geht, wird wieder ein verändertes Stadtbild feststellen. Insbesondere die zahlreichen asiatischen Teilnehmer prägen es. Die Veranstaltung ist auch ein Wirtschaftsfaktor. Die Hoteliers freuen sich über 400 gebuchte Zimmer. Ganz besonders gern nehmen sie die Chinesen auf. Denn diese sind meistens am längsten in den Wettbewerben vertreten.“
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