69ers-U15: Krimi in Hagen – leider ohne Happy-End!

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Jugendregionalliga 2 U15: TSV Hagen 1860 : Sterkrade 69ers 53:51


Mit einem Rumpfteam von nur 7 einsetzbaren Spielerinnen ging es gegen den TSV aus Hagen. Trotzdem oder gerade deshalb starteten unsere 69ers stark. Egal wer auf dem Feld stand, alle Spielerinnen setzten super die Vorgaben des Trainers um, arbeiteten klasse in der Verteidigung und agierten flexibel im Angriff. So überraschten wir das gegnerische Team, die sicherlich aufgrund des Tabellenstandes einen einfacheren Gegner erwartet hatten. Dementsprechend ging das erste Viertel verdient mit 17:9 an die Sterkraderinnen.

Im zweiten Viertel stellte sich Hagen immer besser auf unser Spiel ein, profitierte aber auch von unserer Abschlussschwäche und ging am Viertelende mit 25:22 in Führung.

Leider ging es in der zweiten Spielhälfte so weiter. Nachdem die 69ers den Ausgleich zum 29:29 erzielten, wurde leider aus guten Spielzügen, tollen Anspielen und vielen erfolgreichen Rebounds zu wenig Punkte gemacht. So zog Hagen von 34:30, über 40:32 auf 45:34 zum Ende des dritten Viertels davon.
Startete zu Beginn des letzten Abschnitts das Spiel noch ausgeglichen, legten unsere Mädchen danach – angetrieben durch einen bärenstarken Willen – eine fulminante Aufholjagd hin.
Bei einem Zwischenstand von 47:36 für Hagen holten die 69ers alles aus sich raus. In der Defense wurde weiter super gearbeitet, so dass einige Male das Hagener-Team keine Wurfchance erhielt und vorne wurde auch wieder besser getroffen.
Ein Lauf von 9 Punkten sorgte nach 35 Spielminuten für nur noch eine knappe Führung von 47:45 für Hagen.
Bei dem nun offenen Spiel trafen im Anschluss beide Mannschaften jeweils ihre Angriffe bis zum Stand von 47:51 für Hagen (38. Minute).

Was sich nun in den letzten beiden Spielminuten entwickelte, war nichts für schwache Nerven.
Der nächste Angriff der 69ers wurde klasse ausgespielt – nur noch 49:51. Eine super Defense brachte den Ballgewinn und der folgende Angriff den Ausgleich zum 51:51.
Die nächsten Angriffe konnten auf beiden Seiten nicht abgeschlossen werden, bis es bei Ballbesitz Hagen und einem Foul durch unser Team 2 Freiwürfe für Hagen gab. Beide Würfe wurden nicht getroffen, der Ball landete im Aus – Ballbesitz Sterkrade und bei noch 8 Sekunden Restspielzeit die letzte Auszeit für unser Team.
Die Vorgabe des Trainers wurde anschließend sehr gut umgesetzt, die Uhr runtergespielt, aber leider wollte der entscheidende Wurf nicht durch den Ring. Der Ball landete wieder im Aus, aber dieses Mal Ballbesitz Hagen und eine Auszeit bei 0,6 Sekunden.

Wer nun glaubt zu wissen, was in 0,6 Sekunden Spielzeit alles möglich ist, muss nach diesem Spiel eine ganz neue Erkenntnis gewonnen haben. Nach dem Einwurf einer Hagener Spielerin zur Mitspielerin gab es bei der Ballaufnahme den ersten Kontakt zu einer Verteidigerin von uns, Drehung mit anschließendem Dribbling und neuerlichen Kontakt zur nächsten Verteidigerin mit Wurf und Treffer – dies alles von der ersten Ballberührung bis zum Wurf in 0,6 Sekunden. Respekt, aber eigentlich nicht möglich! Leider sahen dies die Schiedsrichter anders und gaben diesen entscheidenden Treffer. Zusätzlich muss der eine Schiedsrichter in der letzten Auszeit seinem Kollegen den Hinweis gegeben haben, dass es besser keine Overtime geben soll, da er direkt im Anschluss zum nächsten Spiel müsse – was er auch durch ein sehr schnelles Verlassen der Halle nach dem Spiel für alle erkennbar dokumentiert hat.

So mussten leider unsere tapfer kämpfenden, teilweise in Tränen aufgelösten Spielerinnen erleben, wie bitter eine solche Niederlage (51:53) sein kann.

Fazit: Ein großes Lob an alle Spielerinnen, die die beste Saisonleistung zeigten, die immer an sich glaubten und die moralischen Sieger sind. Leider gibt es dafür keine Punkte, die das Team aber mit einer solchen Leistung demnächst einfahren wird .

Es spielten: Sophie (13), Theresa (3), Enya, Jana (2), Anastasia (2), Debby, Leonie (19), Karin (12)
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