Olfen: Schuldenfrei auch für die nächsten Jahre – Bürgerversammlung in der Stadthalle

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Bürgermeister Wilhelm Sendermann will an einigen „Stellschrauben“ drehen. Foto: Werner Zempelin

Olfens Bürgermeister will einige Steuern erhöhen

Olfen hat in den vergangenen Jahren viel in die unterschiedlichsten Projekte investiert. Vor allem in Umwelt, Familie und die Bildung der jungen Mitbürger sind die Aufwendungen deutlich erhöht worden. Dabei sind die Olfener stolz darauf, dass trotz neuer Investitionen und Projekte der Status „schuldenfrei“ noch immer gilt.

„Schuldenfrei“ gilt noch immer


Damit das auch in Zukunft so bleibt, hat die Stadt Olfen ein Finanzkonzept für die kommenden Jahre erstellt und den Bürgern im Rahmen einer –leider zu wenig besuchten- Versammlung in der Stadthalle vorgestellt. Laut Bürgermeister Wilhelm Sendermann soll dabei an einigen „Stellschrauben“ gedreht werden, mit dem Ziel, Olfen weiterhin zukunftsfähig zu erhalten: „Zielsetzung ist, die gute Ausgangslage auch für die kommenden Jahre zu sichern.“ Sendermann und Kämmerer Heinz Limberg erläuterten die aktuelle Finanzlage mit Unterstützung einer Reihe übersichtlicher Tabellen.

„Die Stadt Olfen hat viele Jahre mit Erfolg auf den Verkauf von Baugrundstücken gesetzt und damit für eine sehr gute Kassenlage gesorgt. Um in Zukunft auch ohne die Ausweisung von weiteren Baugebieten finanziell handeln zu können, wollen wir einiges auf den Prüfstand stellen“, erklärte der Bürgermeister. So möchte er, dass die Stadt unabhängiger von den Einnahmen aus Grundstücksverkäufen werden soll, obwohl man in den vergangenen Jahren gut von den Grundstücksverkäufen gelebt habe. „Dies wird sich aber in den nächsten Jahren ändern. Wir müssen uns mehr von den Erträgen aus Grundstücksverkäufen entkoppeln.“

Vorschlag von Bürgermeister Sendermann: moderate Steuererhöhungen


Daher sollen nach Vorschlag von Bürgermeister Sendermann moderate Steuererhöhungen erfolgen, über die der Rat am 17.03.16 entscheiden wird. Die „Grundsteuer B“ soll von 370 auf 410 Punkte erhöht werden (rund 11%), liegt damit aber immer noch weit niedriger als in allen umliegenden Gemeinden. Die Gewerbesteuer käme demnach auf einen Hebesatz von 410 (jetzt 399), was „lediglich 2,5 % mehr als im Jahr 2000“ wären, so Kämmerer Heinz Limberg. Die letzte Erhöhung der Hundesteuer etwa - die laut Verwaltung jetzt erfolgen soll - fand sogar 1997 statt. Statt derzeit 54 Euro für einen Hund sollen alle Hundebesitzer nun 72 Euro im Jahr zahlen, was zusätzliche Einnahmen von rund 20.000 Euro bedeuten würde.

Die Stadt will aber mit gutem Beispiel vorangehen und den Gürtel in einigen Bereichen ein weniger enger schnallen: städtische Personal-, Energie- und EDV-Kosten sollen gesenkt und der Rathausumbau vorerst verschoben werden. Nun der richtige Zeitpunkt, um die Standards zu überprüfen. „Wir wollen aber weiterhin an unseren Schwerpunkten, Bildung, Familie und Umwelt arbeiten“, so der Bürgermeister.
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