Bericht über Leid, Gewalt und Hoffnung

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Autorin Maria von Welser (l.) im Gespräch mit Gabriele Steuer, Gleichstellungsbeauftragte (r.). (Foto: Stadt RE)

„Maria von Welser - eine beeindruckende Frau, ein erschütternder Bericht“. So oder so ähnlich könnte man die 90 Minuten zusammenfassen, die die etwa 100 Besucher des Vortrags „Wo Frauen nichts wert sind“ am Mittwoch im ausverkauften Ratssaal erlebt haben.

Organisiert wurde die Veranstaltung von der Gleichstellungsstelle der Stadt Recklinghausen anlässlich des internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. Und das Interesse am Thema, vor allem auch an der Person von Welser, war groß. „Man hätte eine Stecknadel fallen hören können, so still war es im Saal“, sagt Gabriele Steuer, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt. Von Welser hat ein Buch der Wut, des Zorns und der Hoffnung geschrieben. Sie hat in Afghanistan, Indien und im Kongo mit Frauen und Mädchen gesprochen und berichtet nun der westlichen Welt auf ihrer Vortragsreise von den Geschichten dieser Frauen.

„Zeugnisse von unendlichem Leid, aber auch des Mutes“, so steht es auf dem Buchrücken ihres bereits in der zweiten Auflage erschienenen Buches. Sie selbst war überrascht, wie viel Interesse an ihrem Buch und ihren Vorträgen gezeigt wird“, sagt Gleichstellungsbeauftragte Steuer in einem Gespräch mit der Autorin. „Die Gemütslage war emotional aufgewühlt und in sich gekehrt“, so beschreibt Steuer die Gemütslage der Zuhörerinnen und Zuhörer am Ende der Veranstaltung. Und jeder muss jetzt für sich selbst entscheiden, wie er in Zukunft mit diesem Wissen umgeht: „Eine Möglichkeit ist es“, sagt von Welser, „sich ehrenamtlich zu engagieren oder Hilfsorganisationen finanziell zu unterstützen.“
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