"Mit Händen und Füßen"

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Brasilianer, Polen und Deutsche - im Laufe der „Tage der Begegnung“ wurde aus verschiedenen Nationalitäten eine Gemeinschaft. Fotos: Bischöfliche Pressestelle/Ann-Christin Ladermann

"Überwältigend", "unglaublich", "einfach herzlich“ - für die Weltjugendtagsteilnehmer des christlichen Jugendcafés Areopag in Recklinghausen und der Pfarrei St. Dionysius in Havixbeck kann es gar nicht genügend Wörter geben, um die Gastfreundschaft der Polen zu beschreiben. Denn die durften sie hautnah erleben: Rund 40 Jugendliche verbrachten die „Tage der Begegnung“ in Gastfamilien im polnischen Beuthen.

Holger Brox, Leiter des Jugendcafés Areopag und Verantwortlicher der Fahrt, ist mit dem Verlauf der "Tage der Begegnung" sehr zufrieden: „Die Jugendlichen haben in diesen Tagen Land und Leute in Polen besser kennenlernen können und einen Einblick in die Kultur unseres Nachbarlandes bekommen - auch dank eines sehr gut vorbereiteten Programms unserer Gastgeber“, berichtet er. Dieses sei zwar zeitlich teilweise eng geplant gewesen, dafür hätte die Gruppe aber auch viel erleben können.
Ob die Fahrt mit der Schmalspurbahn nach Tarnowskie Góry und die Besichtigung der dortigen Silbergrube oder der Besuch der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau, ob gemeinsame Gottesdienste und Gebete oder Unternehmungen mit der Gastfamilie - die Erlebnisse der Jugendlichen waren vielfältig und international. Besonders die Eindrücke aus dem ehemaligen Konzentrations- und Vernichtungslager haben die jungen Erwachsenen bewegt.

"Man muss aus der Geschichte lernen"


„Es ist erschreckend, was Menschen anderen Menschen angetan haben“, sagt Isabel Hins aus Recklinghausen. „Aber es wichtig, dass wir diesen Ort aufsuchen, weil Geschichte nicht vergessen werden darf. Man muss aus Geschichte lernen und das geht nur, wenn man sie dank solcher Gedenkstätten wirklich erleben und nachvollziehen kann.“
Auch aus dem Miteinander von Deutschen, Polen und Brasilianern - letztere haben im Rahmen eines Austausches einen Monat in Recklinghausen verbracht - haben die Jugendlichen eine Erkenntnis gewonnen: Verständigung funktioniert auch ohne viele Worte. „Notfalls mit Händen und Füßen“, meint Isabel.
So hat es die 22-Jährige in ihrer Gastfamilie erlebt. „Mit meiner Gastschwester habe ich Englisch gesprochen, meine Gasteltern können aber nur polnisch - wir haben uns trotzdem gut verstanden, auch wenn es vielleicht manchmal etwas länger gedauert hat.“ Weniger Schwierigkeiten hatte Matthias Gromöller aus Havixbeck. „Mein Gastvater war früher Englischlehrer, die Verständigung war als kein Problem“, erzählt der 17-Jährige.
Beeindruckt zeigten sich die Jugendlichen vor allem von der Stimmung in der Gruppe. „Es ist der Wahnsinn, mit anderen jungen Menschen aus anderen Kulturen zu beten, zu lachen, zu singen, die man erst seit wenigen Tagen kennt“, sagt Isabel.
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